Generikakonzerne

Stada: Albrecht will Ladival zurück dpa/APOTHEKE ADHOC, 05.10.2017 09:03 Uhr

Berlin - Beim erst kürzlich von den Finanzinvestoren Bain und Cinven übernommenen Generikakonzern Stada soll es vorerst keine Stellenstreichungen geben. „Ich strebe derzeit keinen Personalabbau an, weder in Deutschland noch anderswo“, sagte der neue Vorstandschef Dr. Claudio Albrecht der Wirtschaftswoche. Damit trat er Sorgen von Arbeitnehmervertretern entgegen, die zuletzt infolge der Übernahme einen Jobabbau unter den weltweit rund 11.000 Mitarbeitern befürchtet hatten.

Freiwerdende Stellen sollten nun bevorzugt intern besetzt werden, erklärte Albrecht. Stada baue auch einen eigenen Außendienst auf, mit dem eine dreistellige Zahl von Arbeitsplätzen geschaffen werde. Denn der Konzern will Biosimilars nicht nur über Apotheken, sondern auch über Kliniken vertreiben.

Albrecht, der zuvor unter anderem die Pharmahersteller Actavis und Ratiopharm geleitet hatte, war Ende September an die Stada-Spitze berufen worden. In Bad Vilbel will er nun das Läusemittel Hedrin zum Top-Produkt machen. „Hedrin wird das erste Produkt sein, das wir in allen wichtigen europäischen Märkten einführen“, sagte er. „Bei Kopfläusen ist die Konkurrenz nicht so groß, und in allen Ländern legen Eltern Wert auf ein Mittel, das schnell und anwenderfreundlich wirkt.“

Die vom früheren Vorstandschef Hartmut Retzlaff verkauften Markenrechte an Ladival könnte Albrecht zurückholen, der Schritt war umstritten

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte