Merck-Portfolio passt zu Stada

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Frankfurt/Main - Das ins Schaufenster gestellte OTC-Geschäft von Merck scheint auf großes Interesse zu stoßen. Zu den Bietern in der ersten Runde hätten der Lebensmittelkonzern Nestlé, der Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser (RB) und der Generikakonzern Mylan gezählt, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Personen. Die Sparte könnte demnach bis zu 5 Milliarden US-Dollar oder umgerechnet 4,2 Milliarden Euro einbringen. Das wäre etwas mehr als zuletzt erwartet.

Merck hatte die Sparte mit Marken wie Kytta, Femibion, Nasivin, Cebion, Multibionta, Bion3, Vigantoletten, Epamax und Kohle Compretten im September zur Disposition gestellt und erwägt verschiedene Optionen von Partnerschaften bis zum Verkauf. Zuletzt verdichteten sich die Hinweise auf eine Veräußerung. Bloomberg nannte auch den Omega-Mutterkonzern Perrigo sowie die Finanzinvestoren Bain und Cinven als Bieter.

Letztere hatten als Duo im Sommer die Kontrolle über die Stada übernommen. Es sei denkbar, dass die Finanzinvestoren das Merck-Geschäft erwerben würden, um es später an den MDax-Konzern anzudocken, heißt es aus Finanzkreisen. Bain und Cinven hatten stets betont, dass sie für die Expansion von Stada auch auf Übernahmen setzen. Die rezeptfreien Medikamente von Merck würden gut in das Portfolio passen.

Merck erzielte 2016 mit rezeptfreien Präparaten einen Umsatz von 860 Millionen Euro. Analysten beziffern den Wert des Bereichs auf rund 4 Milliarden Euro. Weltweit wären von einem möglichen Verkauf 3800 Mitarbeiter betroffen, in Deutschland rund 280. Eine Entscheidung soll dem Pharma- und Chemiekonzern zufolge Anfang 2018 fallen. Hierzulande war das Geschäft im vergangenen Jahr leicht rückläufig und lag laut Insight Health mit 130 Millionen Euro auf Basis der Apothekenverkaufspreise (AVP) 1 Prozent unter Vorjahresniveau.

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