OTC-Hersteller

Merck-OTC: Nestlé bietet 4,2 Milliarden Euro dpa/APOTHEKE ADHOC, 10.01.2018 14:27 Uhr

Berlin - Im Spiel um die zum Verkauf stehende OTC-Sparte von Merck hat nach Informationen von Insidern derzeit der Lebensmittelgigant Nestlé die besten Karten. Der Schweizer Konzern habe dem Darmstädter Pharma- und Spezialchemieunternehmen das höchste Angebot für dessen Consumer-Health-Geschäft unterbreitet, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Firmensprecher lehnten einen Kommentar ab.

Nestlé will demnach rund 4,2 Milliarden Euro für die Sparte auf den Tisch legen, zu der unter anderem Kytta, Femibion, Nasivin, Cebion, Multibionta, Bion3, Vigantol, Epamax und Kohle Compretten gehören.

Merck hatte sein OTC-Geschäft im Herbst zur Disposition gestellt. Laut den von Bloomberg zitierten Personen will der Dax-Konzern im ersten Quartal eine Entscheidung fällen. Mit im Rennen um das Merck-Geschäft sind den Angaben zufolge auch Mylan und der britische Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser (RB). Andere Bieter wie die Finanzinvestoren Bain und Cinven, die seit einem Jahr die neuen Mehrheitseigentümer von Stada sind, hätten sich hingegen aus dem Verkaufsprozess verabschiedet, hieß es.

Merck erzielte 2016 mit rezeptfreien Präparaten einen Umsatz von 860 Millionen Euro. Analysten beziffern den Wert des Bereichs auf rund 4 Milliarden Euro. Weltweit wären von einem möglichen Verkauf 3800 Mitarbeiter betroffen, in Deutschland rund 280. Eine Entscheidung soll dem Pharma- und Chemiekonzern zufolge Anfang 2018 fallen. Hierzulande war das Geschäft im vergangenen Jahr leicht rückläufig und lag laut Insight Health mit 130 Millionen Euro auf Basis der Apothekenverkaufspreise (AVP) 1 Prozent unter Vorjahresniveau.

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