E-Rezept: DocMorris schnappt sich Tele-Ärzte

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Noch vor Kurzem hatte das anders geklungen: Der Fokus solle klar auf den Vor-Ort-Apotheken liegen, hatte Kry bisher beteuert. Verschriebene Medikamente könnten dort kurz nach der Videosprechstunde abgeholt werden. „In vielen akuten Situationen ist eine Versandapotheke gar keine Option“, weiß Koehn. Schließlich wollten Patienten nach dem Erhalt des Rezepts nicht tagelang auf ihr Medikament warten. Für die Zukunft erhofft sich Koehn eine gute Zusammenarbeit mit den Apotheken, wünscht sich von diesen aber noch mehr Initiative: „Die Apotheken vor Ort sind wichtig, sie dürfen nicht außen vor bleiben. Aber dazu müssen sie aufhören, so passiv zu sein.“

Auch eine Zielgruppe habe sich bereits herauskristallisiert: „Das Angebot wird momentan vorwiegend von Digital Natives und von Menschen mit einem eng getakteten Tag genutzt“, verrät Gratzke. Anders als in Schweden, wo Kry 2015 gegründet wurde, stehen die digitalen Sprechstunden in Deutschland jedoch nicht rund um die Uhr zur Verfügung. Öffnungszeiten würden aber immerhin von morgens bis spätabends angeboten, versichert Koehn.

Bereits im Sommer hatte DocMorris bekanntgegeben, sich rechtzeitig vor Einführung des E-Rezepts Zugang zu den Fach- und Hausärzten zu sichern. Demnach wollen der Spitzenverband Fachärzte (SpiFa) und die zu ihm gehörende Sanakey-Gruppe mit DocMorris bei der Suche nach innovativen Lösungen bei Themen wie Arzneimitteltherapiesicherheit und -distribution zusammenarbeiten. Im Oktober folgte dann eine Kooperation mit der Hausärztlichen Vertragsgemeinschaft.

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