Apomondo: Apotheker entwickeln kostenloses Telepharmazie-Portal

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Gerade in Zeiten wie der jetzigen könne man durch Telepharmazie unnötige Sozialkontakte vermeiden – der Patient muss nicht nochmal extra in die Apotheke kommen, wenn er Fragen zu einer Anwendung oder seinem Medikationsplan hat. Man muss ihn nur auf die Möglichkeit hinweisen. Schlenk macht das in ihrer Apotheke mit Flyern. Aber auch das Marketing für die Anwendung soll bald Fahrt aufnehmen. Bisher lief das eher über persönliche Bekanntschaften und soziale Netzwerke, bald wolle Apomondo die eigene Marke aber bekannter machen, auch durch bereits vereinbarte Medienbeiträge, unter anderem mit dem Bayerischen Rundfunk.

Bisher ist Apomondo ein reines Zuschussgeschäft, die Gründung erfolgte komplett aus Eigenmitteln – und das Angebot soll kostenlos bleiben. Dass es irgendwann Werbeverträge gibt, also im Portal Reklame geschaltet wird, könne sie sich vorstellen, das sei aber noch nicht für die nahe Zukunft geplant. „Viel Herzblut heißt auch viel persönliche Arbeit, die wir derzeit einbringen“, sagt Schlenk. „Klar gehen wir damit in Vorleistung, aber das ist unser Engagement für den Berufsstand. Wenn wir diesen Digitalisierungsschub nicht mitgehen, zieht er an uns vorbei, und wer sich nicht für die Zukunft bereit macht, der hat keine Zukunft.“

Zukunftsfähig will das Apomondo-Team die Apotheken mit der Telepharmazie aber nicht nur vis-à-vis den Kunden machen, sondern auch mit Blick auf zukünftige Beschäftigungsmodelle. Denn gerade in einer Branche mit einem so hohen Frauenanteil seien Themen wie Teil- oder Elternzeit stets relevant – die bisherigen Gegebenheiten in Apotheken bieten jedoch nicht die Flexibilität, die es in anderen Branchen bereits gibt. „Wir sehen mit Apomondo auch die Möglichkeit, beispielsweise aus dem Homeoffice Beratung anzubieten. Warum sollte eine Kollegin in Teil- oder Elternzeit nicht von zuhause aus Medikationsmanagement oder andere Beratungsleistungen erbringen können? Das sind große Potenziale!“

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