100 Millionen Euro: Shop-Apotheke will zukaufen

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Bereits Ende vergangenen Jahres hatte Finanzchef Ulrich Wandel einen Zukauf in Aussicht gestellt. Man sehe sich „als aktiven Konsolidierer im Markt“, sagte er gegenüber dem Fachportal 4Investors. „Da wir international keine Targets sehen, schauen wir uns potenzielle Zielunternehmen auf dem deutschen Markt an.“ Auf Nachfrage ruderte das Unternehmen damals zurück: „Jein. Er hat das so fallen lassen und grundsätzlich haben wir natürlich immer ein Auge auf den deutschen Markt“, so ein Sprecher. „Es steht aber nichts akut an.“

Beim Börsengang hatte Shop-Apotheke im Herbst 2016 rund 95 Millionen Euro netto eingesammelt, dafür verwässerten sich die Anteile der Altgesellschafter zunächst auf 60 Prozent. Der Ausgabepreis lag zwar am unteren Ende des Korridors von 28 bis 35 Euro; das Unternehmen wurde aber trotzdem mit etwas mehr als 250 Millionen Euro und damit mit dem Doppelten des Umsatzes aus dem Vorjahr (126 Millionen Euro) bewertet. Auf EBIDTA-Ebene ließ sich wegen des Minus von 6,7 Millionen Euro kein Multiple berechnen.

Im Vergleich zum DocMorris-Mutterkonzern Zur Rose, der ein halbes Jahr später ebenfalls an die Börse gebracht wurde, konnte Shop-Apotheke zwar weder schwarze Zahlen noch ein annähernd so diversifiziertes Geschäftsmodell vorweisen – Zur Rose ist mit zwei Versandapotheken und einem Praxisgroßhandel am Start, Shop-Apotheke zu 85 Prozent in Deutschland und zu 95 Prozent im OTC-Versand aktiv.

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