Honorargutachten

Welche Apotheken verlieren, welche profitieren Patrick Hollstein, 13.12.2017 10:31 Uhr

Ein Blick in die Statistiken zeigt, dass Allgemein- und Kinderärzte als Verordner für die Apotheken unattraktiver werden: Bei ihnen liegt der durchschnittliche Packungspreis bei 35 beziehungsweise 37 Euro, verglichen mit einem Durchschnittlichspreis von 56 Euro auf Kassenrezept. Packungen, die von Internisten verordnet werden, kosten im Mittel 76 Euro. Arzneimittel von Neurologen werden mit 115 Euro abgerechnet.

Und noch eine Schlussfolgerung zieht der Steuerberater: „Der Versandhandel, der sich beim Rx vor allem an der Dauermedikation orientiert, ist ebenfalls unterdurchschnittlich betroffen, da kaum Hochpreiser und ganz preiswerte Packungen über Versand geliefert werden, somit der Wert der Dauermedikation im Regelfall zwar unter der Durchschnittspackung, aber über dem Wert der Packung der größten Häufigkeit liegen sollte.“

Tatsächlich sind für Versender mit hohem Rx-Anteil wie DocMorris und Europa Apotheek vor allem Chroniker wirtschaftlich interessant, die regelmäßig teurere Medikamente verschrieben bekommen. So liegt der durchschnittliche Rx-Warenkorb bei DocMorris bei 128 Euro, bei der EAV sogar bei 300 Euro.

Zu berücksichtigen ist laut Kurth auch, dass aufgrund der geplanten Änderungen auch beim Großhandel wesentliche Teile des Rabattes verloren gehen dürften. Dies führt seiner Meinung nach zu einer zusätzlichen Schwächung der Apotheke vor Ort.

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