Großhandelspauschalen: Rechenzentren korrigieren Rezepte

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Berlin - Die Preisanpassung der Großhandelsvergütung bei der Impfstoffversorgung sorgt bei den Apotheken für Wirbel. Zwar wurde das Honorar rückwirkend weniger stark gekürzt als zunächst angekündigt. Abda und die Rechenzentren haben aber vereinbart, dass die Rezepte für den Monat Mai bei der Verarbeitung automatisch korrigiert werden. Die Sonderregelung gilt befristet.

Für die Abrechnung der Covid-19-Impfstoffe für Vertrags- und Privatärzt:innen tritt am Montag die Neufassung der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) in Kraft. Relevant für Apotheken ist dabei die Anpassung der Großhandelsvergütung. Die Lieferanten erhalten demnach rückwirkend ab dem 31. Mai und bis zum 30. Juni je abgegebene Durchstechflasche 8,60 Euro (netto) – statt wie bisher vorgesehen 6,55 Euro (netto) – zuzüglich 1,65 Euro (netto) für Impfbesteck und -zubehör.

Aufgrund der kurzfristigen Bekanntmachung der neuen CoronaImpfV konnten die neuen angepassten Preise im Monat Juni nicht rechtzeitig im Abda-Artikelstamm und damit in den Warenwirtschaftssystemen der Apotheken hinterlegt werden, wie Apothekerkammer und -verband Nordrhein in einem gemeinsamen Rundschreiben informieren. Im Abda-Artikelstamm sind im Juni deshalb noch die bisher bekannten Vergütungspauschalen hinterlegt.

Die Abda und die Apothekenrechenzentren haben aber demnach vereinbart, dass die Rechenzentren die abgerechneten Großhandelshonorare mit Abgabedatum Juni bei der Verarbeitung automatisch korrigieren. „Damit ist sichergestellt, dass gegenüber dem Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) die angepassten (richtigen) Preise abgerechnet werden“, heißt es weiter.

Die Apotheke könne dadurch die Muster-16-Formulare im Zusammenhang mit der Abgabe von Covid-19-Impfstoffen an Vertragsärzte und Privatärzte mit den in der Warenwirtschaft hinterlegten Vergütungspauschen bedrucken, ohne die Preise manuell korrigieren zu müssen.

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