Staffelpreise für Apotheken, Großhandel wird geschont

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Berlin - Das Bundeskabinett hat der Änderung der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) zugestimmt. Für die Apotheken kommen damit neben dem Honorar für das Ausstellen von Impfzertifikaten auch Staffelpreise bei der Auslieferung – allerdings wurde eine Forderung der Abda erhört: Die Mengen gelten „je Leistungserbringer“. Der Großhandel kann sich freuen, denn hier wird nicht gestaffelt – und seine Vergütung wird auch weniger stark zusammengestrichen als geplant.

Mit der Novellierung der CoronaImpfV will das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Vergütung der Apotheken je nach Menge zusammenstreichen, sofern es um die Belieferung von Betriebsärzt:innen geht. Beschlossen wurden folgende Staffelpreise:

  • 6,58 Euro zuzüglich Umsatzsteuer für die monatliche Abgabe der 1. bis 100. Durchstechflasche,
  • 4,28 Euro zuzüglich Umsatzsteuer für die monatliche Abgabe der 101. bis 150. Durchstechflasche und
  • 2,19 Euro zuzüglich Umsatzsteuer für die monatliche Abgabe ab der 151. Durchstechflasche.

Klargestellt wurde, dass die gestaffelte Vergütung „je Leistungserbringer“ gilt, also die Menge nicht mehr für alle an Betriebsärzt:innen zusammengerechnet wird. Dies hätte Apotheken, die viele Arbeitsmediziner:innen mit geringen Mengen beliefern, benachteiligt.

Der Betrag von 6,58 Euro für die Belieferung von Arztpraxen bleibt zunächst unverändert. Die Abda hatte bis 17. Mai Gelegenheit, dem BMG eine Aufstellung des tatsächlichen Aufwands zu übermitteln. „Die Vergütung kann aufgrund der Aufstellung angepasst werden“, heißt es in der Verordnung.

Der Großhandelsverband Phagro kann derweil einen weiteren Erfolg verbuchen. Bis Ende Mai erhalten die Großhändler je abgegebener kühlpflichtiger Durchstechflasche 9,65 Euro und je abgegebener ultra- oder tiefkühlpflichtiger Durchstechflasche 11,55 Euro, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer. Diese Vergütung war bereits um einen Monat verlängert wortden. Ab dem 31. Mai sinkt dieser Betrag aber nicht wie zunächst geplant auf 6,55 Euro netto. Vielmehr gibt es nun bis Ende Juni je Durchstechflasche von 8,60 Euro. Und auch ab dem 1. Juli können über die Apotheken 7,45 Euro zuzüglich Umsatzsteuer abgerechnet werden. Zusätzlich gibt es für das selbst beschaffte Impfbesteck und -zubehör weiterhin 1,65 Euro je Durchstechflasche.

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