7,58 Euro je Vial: Apotheken bekommen mehr Geld

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Berlin -

Apotheken sollen für die Belieferung von Arztpraxen künftig mehr Geld bekommen: Statt 6,58 Euro sollen sie künftig 7,58 Euro je Vial erhalten. Dies sieht der Entwurf für eine Änderung der Coronavirus-Impfverordnung (ImpfV) vor. Auch bei der Belieferung von Betriebsärzt:innen ändern sich die Staffelpreise.

Die Apotheken sollen laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) 15 Prozent mehr Geld für die Auslieferung von Corona-Impfstoff erhalten. Entsprechend wird der bisherige Betrag von 6,58 Euro auf 7,58 Euro je Vial angehoben. Dasselbe gilt für die Staffelpreise bei der Belieferung von Betriebsärzt:innen, sie ändern sich wie folgt:

  • 7,58 Euro zuzüglich Umsatzsteuer für die monatliche Abgabe der 1. bis 100. Durchstechflasche,
  • 4,92 Euro zuzüglich Umsatzsteuer für die monatliche Abgabe der 101. bis 150. Durchstechflasche und
  • 2,52 Euro zuzüglich Umsatzsteuer für die monatliche Abgabe ab der 151. Durchstechflasche.

Laut BMG entstehen dem Bund dadurch Mehrausgaben in Höhe von rund 135.000 Euro je eine Million Impfdosen zuzüglich Umsatzsteuer. Die Neuregelung soll ab 12. Juli in Kraft treten.

Die Abda hatte dem BMG eine Aufstellung der tatsächlichen Aufwände übermittelt, die den Apotheken bei der Belieferung von Covid-19-Impfstoffen entstehen. „Um insbesondere den Aufwand der Apotheken besser zu vergüten, der notwendig ist, um eine zeitlich flexible Impfstoffbelieferung von Ärztinnen und Ärzten, auch außerhalb der regulären ffnungszeiten, zu gewährleisten, wird die Apothekenvergütung um 15 Prozent erhöht. Hierdurch können ggf. anfallende Überstundenzuschläge für das Apothekenpersonal besser finanziert werden.“

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