Corona-Krise: Apothekenpersonal rechnet mit dem Schlimmsten

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Berlin - Wie schlimm wird die Corona-Krise Deutschland treffen? Wie lange hält die Pandemie an, welche Opferzahlen sind zu befürchten und welche Zukunft hat die deutsche Wirtschaft? Antworten auf diese Fragen gibt es bisher nicht, auch wenn das Bundesinnenministerium (BMI) bereits mehrere Szenarien für die Krise entworfen hat. Neben einer schnellen Kontrolle der Krise ist auch ein Worst-Case-Szenario mit mehr als einer Million Toten denkbar. Wie eine aposcope-Umfrage zeigt, befürchtet auch die Mehrheit des Apothekenpersonals (70 Prozent), dass in Deutschland viele Menschen an dem Virus sterben werden.

Angst vor dem Worst-Case-Szenario steigt

Während die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise mit einem BIP-Einbruch von schätzungsweise 4 Prozent selbst im Best-Case-Szenario des BMI gravierend sein dürften, würde sich die gesundheitliche Situation hierbei gezielt kontrollieren lassen. Doch ob dies möglich ist, bleibt derzeit fraglich. Angesichts der steigenden Infektionszahlen sowie der mitunter dramatischen Lage in anderen europäischen Ländern hat sich die Wahrnehmung des Virus und seiner Folgen in den vergangenen Wochen spürbar verändert – auch bei Apotheker*innen und PTA.

Laut den Ergebnissen der aktuellen aposcope-Umfrage fürchten inzwischen 70 Prozent der Befragten, dass auch hierzulande bald viele Menschen an Covid-19 sterben könnten. Vor einem Monat (Kalenderwoche 10) lag der Anteil noch bei 28 Prozent und hat sich von Woche zu Woche deutlich erhöht.

Ebenfalls 70 Prozent der Apotheker*innen und PTA halten die „normale Grippe“ nicht mehr für gefährlicher als das Coronavirus – in Kalenderwoche 9 waren es lediglich 21 Prozent. Zugleich hat sich auch die Sicht auf die öffentliche Berichterstattung gewandelt. So sind immer weniger Befragte der Meinung, dass das Thema Coronavirus“ in den Medien dramatisiert wird. Während in Kalenderwoche 10 noch 90 Prozent des Apothekenpersonals diese Ansicht vertreten haben, ist es inzwischen nicht einmal die Hälfte (48 Prozent).

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