Schlussstrich: Alte Apotheke wird City-Apotheke

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Als Kind sei S. überlegt und ein bisschen verklemmt gewesen, sagte die Anwältin laut Correctiv. Die beiden hätten zusammen Diäten gemacht. Damals habe sie noch einen Zugang zu ihm gehabt. Als Erwachsenen habe sie ihn zweimal persönlich getroffen. Er sei skurril, eigen, konfliktscheu und emotional nicht zugänglich gewesen. Er habe jedoch nicht übertrieben reagiert oder gegen soziale Konventionen verstoßen. Manchmal habe er Gedankensprünge gemacht.

Die kurzfristige Eheschließung habe nicht zu seiner Person gepasst. S. habe auch nicht erklären können, wie es zu Ehe und Trennung gekommen war, erinnert sich M. Sie habe von Anwalt und Vater gehört, dass sich der Apotheker nach seinem Unfall verändert habe. Der Vater befürchte, dass ehemalige Mitarbeiter der Alten Apotheke versuchen würden, S. etwas anzuhängen.

Der Psychiater Pedro Faustmann gab noch einmal Details zu seinem Gutachen, wie Correctiv berichtet. Er hatte S. ein „hirnorganisches Psychosyndrom“ attestiert. Sein Kollege Boris Schiffer hatte das Gutachen kritisiert. In der Gesundheitsakte der Justizvollzugsanstalt wurde S. volle Vollzugs- und Arbeitsfähigkeit attestiert. Der Apotheker habe sich ebenfalls als fit bezeichnet.

Beim Test zur verbalen Intelligenz schnitt S. auffällig schlecht ab, bei der Selbsteinschätzung habe er einen hohen Wert bei Depression und Paranoia errreicht. S. hat laut Faustmann eine kognitive und affektiv-emotionale Störung. Die qualitativen Einschränkungen, die der Apotheker bei den Treffen gezeigt habe, würden nicht genug berücksichtigt.

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