Teebaumöl: Hausmittel der Aborigines

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Berlin -

Teebaumöl ist ein allseits beliebtes Hausmittel. Ursprünglich kommt es aus Australien, wo seine Ureinwohner, die Aborigines, es für verschiedenste medizinische Zwecke nutzten. Der bekannte Weltumsegler James Cook brachte es schließlich nach Europa. 1925 wurden dem Myrtengewächs erstmals antiseptische, bakterizide und fungizide Eigenschaften zugeschrieben.

Durch Wasserdampfdestillation der Blätter und Zweige entsteht das klassische Teebaumöl mit seiner leicht gelblichen Färbung und dem charakteristisch würzigen Geruch, den manch einer als unangenehm empfindet. Die Hauptinhaltsstoffe des Öls sind Terpine und Cineol. Ein gutes Teebaumöl sollte einen Mindestgehalt an Terpenen von 30 Prozent aufweisen, denn nur dann hat es die geschätzten Wirkungen. Es sollte also unbedingt auf die Qualität geachtet werden.

Vor der Anwendung sollte immer ein Hauttest durchgeführt werden, da es zu allergischen Reaktionen kommen kann. Vor allem älteres Öl, das lange geöffnet war, kann eine Kontaktdermatitis auslösen, da durch den Oxidationsprozess mit Luftsauerstoff Substanzen entstehen, die Allergien begünstigen. Im Zweifelsfall sollte älteres Öl besser verworfen werden. Für Säuglinge, Kleinkinder und Asthmatiker ist Teebaumöl ohnehin nicht geeignet.

Ist der Hauttest ohne Reaktionen verlaufen, ist das Teebaumöl ein bekanntes Hausmittel bei entzündlichen Hautproblemen wie Pickeln und Akne. Durch seine entzündungshemmenden und leicht austrocknenden Eigenschaften trägt es zu einer besseren Abheilung bei. Aber auch bei Fuß- und Nagelpilz wird es aufgrund seiner fungiziden Eigenschaften gerne eingesetzt. Hier können vorbeugend auch Fußbäder mit Teebaumöl helfen eine Pilzinfektion zu vermeiden. Ausreichend belegt sind die Wirkungen nicht, daher sollte ein Einsatz mit Vorsicht erfolgen.

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