Heilpflanzenporträt

Lavendel: Der Haut- und Seelentröster Cynthia Möthrath, 21.03.2018 13:39 Uhr

Berlin - Der echte Lavendel, auch Lavandula angustifolia, Lavandula officinalis oder Lavandula vera genannt, gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er wurde 2008 zur Heilpflanze des Jahres gewählt und ist typischerweise in der Provence und in Italien heimisch. Die lilafarbenen Felder mit ihrem unverwechselbaren Duft lassen schon erahnen, dass die Pflanze nicht nur in der Pharmazie, sondern vor allem in der Aromatherapie eingesetzt wird.

Lavendel dient vor allem der Gewinnung von Duftstoffen, wobei auch hier, genau wie in der pharmazeutischen Verwendung, der echte Lavendel vom nicht so edlen und weniger hochwertigen Lavandin unbedingt zu unterscheiden ist! Denn nur der echte Lavendel besitzt die klassischen entspannenden und beruhigenden Eigenschaften. Grund für den typischen Duft ist der Inhaltsstoff Linalylacetat, der beim Verdunsten den charakteristischen Geruch freisetzt.

Der nicht so hochwertige Hybrid aus dem echten und dem sogenannten „Speiklavendel“ riecht herber und würziger und besitzt die sedierenden Eigenschaften nicht. Er wird daher eher für Putz- und Waschmittel eingesetzt, da bei ihm aufgrund des hohen Camphergehaltes die antibakterielle und antivirale Wirkung im Vordergrund steht.

Laut Arzneibuch muss die Blütendroge mindestens 13 ml ätherisches Öl pro kg Droge enthalten. Neben den ätherischen Ölen enthält der echte Lavendel vor allem Linalool, Campher und Cineol sowie Gerbstoffe und Flavonoide.

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