Ohne Abi zur Approbation

, Uhr
Berlin -

Wer als PTA beruflich weiterkommen will, dem stehen eine Reihe Fortbildungen offen. Den größten Karrieresprung aber ermöglicht wohl das Pharmaziestudium. Auch ohne Abitur können PTA und PKA Pharmazie studieren. Doch der Weg zum Studienplatz ist nicht einfach: Die Universitäten erwarten neben der fachbezogenen Ausbildung mehrere Jahre Berufserfahrung. Zudem müssen Bewerber eine Zugangsprüfung meistern, die es in sich hat.

Neben der mindestens zweijährigen Ausbildung müssen Bewerber ohne Abitur nachweisen, dass sie mehrere Jahre in ihrem Ausbildungsberuf gearbeitet haben – und zwar hauptberuflich. Da Bildung Ländersache ist, hat jedes Bundesland andere Vorgaben, wie viele Jahre Berufserfahrung die Bewerber mitbringen müssen. In München sind es zum Beispiel drei Jahre, für Marburg sind es laut Fachstudienberater Dr. Jens Schäfer sogar fünf Jahre.

Seiner Erfahrung nach verfügten allerdings viele PTA, die sich nach ihrer Ausbildung für ein Pharmaziestudium entscheiden, ohnehin über das Abitur. „Mit der PTA-Ausbildung wollten viele Wartesemester sammeln, wenn sie nicht im ersten Anlauf einen Studienplatz bekommen haben“, berichtet er. Leider helfe ihnen das oftmals nicht weiter, denn die Ausbildungszeit werde nicht als Wartezeit angerechnet.

PTA, die kein Abitur haben, müssen eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung beantragen. Fachgebunden bedeutet, dass sie damit nicht jedes beliebige Fach an der Uni belegen können, sondern nur eines, das eng mit ihrer Ausbildung zusammenhängt. Oft stelle das Studieninteressenten ohne Abitur vor Schwierigkeiten, sagt ein Studienberater der Universität München. Dass PTA- und PKA-Ausbildungen zur Pharmazie passen, würden die Hochschulen aber anerkennen.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres