Halbe Stunde Regen – Apotheke im Ärztehaus überschwemmt

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Berlin - Das Wasser kam um kurz nach 14 Uhr am Freitagnachmittag. Eine halbe Stunde Unwetter reichte aus, um die hessischen Orte Bad Soden, Kelkheim und Liederbach zu überschwemmen. Mehr als 400 Feuerwehreinsätze gab es allein in Kelkheim – einer davon in der Apotheke am Markt von Inhaberin Katherina Rack. Durch einen schnellen und beherzten Einsatz des gesamten Teams konnte viel Schaden abgewendet werden – doch noch droht der Apotheke die Schließung.

„Innerhalb weniger Minuten war das eine Seenlandschaft“, berichtet Oliver Rack, der Ehemann der Inhaberin. Da er selbst Versicherungsmakler ist, kennt er sich mit solchen Fällen aus und wusste, was zu tun ist. „Natürlich ist man von so einer Situation erst einmal überwältigt, aber irgendwann handelt man einfach instinktiv.“

Rack trommelte sofort das gesamte Team zusammen, alle halfen beim Wischen. Etwa 8 cm hoch stand das Wasser in der Offizin, vor allem der Kommissionierer musste gesichert werden. Parallel organisierte einen Gutachter und rief den Schadensdienst, der tatsächlich schon nach anderthalb Stunden aus Aschaffenburg angerückt kam. Unterstützt wurde Rack bei der Organisation von seinem Kollegen Michael Jeinsen. Der erklärt im Video-Podcast ausführlich, worauf Apotheker im Schadensfall achten müssen und wie man sich auf so ein Unglück bestmöglich vorbereitet.

Der Schaden in der Offizin dürfte sich in Grenzen halten, den Keller der Apotheke hat es schlimmer getroffen: „Hier stand das Wasser 60 bis 70 Zentimeter hoch. Der erste Augenschein war fürchterlich“, berichtet Rack. In den unteren Regalen lagerten zum Glück relativ geringwertige Give-Aways, die nun durch die Flure trieben. Schlimmer ist, dass es den Ersatz-Spektrometer erwischt hat – die Apotheke ist sehr aktiv in der Rezeptur. Auch zwei Handscanner fielen den Wassermassen zum Opfer. Der Server stand zum Glück nicht im Wasser und hat nach erster Sichtung des Systemadministrators wohl keinen Schaden genommen.

Rack übernachtete in der Apotheke, auch weil die Feuerwehr die ganze Zeit aktiv war. Denn die Tiefgarage des Hauses war komplett vollgelaufen. Von den sieben oder acht Autos, die im Keller sehr wahrscheinlich einen Totalschaden erlitten, gehörte immerhin keines zur Apotheke.

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