Fünf Monate Container und zurück

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Berlin -

Im Juni fiel die Brunnen-Apotheke im saarländischen Heusweiler den Unwetterfluten zum Opfer. Das Team um Besitzer Tobias Thiel ließ sich nicht unterkriegen und stellte ein kleines Containerdorf vor das bisherige Domizil. Das Haus der Brunnen-Apotheke musste umfassend saniert werden. Nach fünf Monaten wurde die Apotheke nun wiedereröffnet. Thiel hat die Renovierung genutzt, um seine Apotheke auf den neuesten Stand zu bringen.

Das kurze aber heftige Unwetter mit extremen Starkregen am 11. Juni hatte im Bereich des ehemaligen Heusweiler Bahnhofs, in dem die Brunnen-Apotheke liegt, für verheerende Überschwemmungen gesorgt. Die Offizin stand binnen Minuten etwa 20 Zentimeter unter Wasser. Der Keller, in dem sich das Medikamentenlager der Apotheke befand, wurde gleich komplett überspült. Zu allem Überfluss lief auch noch ein Öltank aus. Die Apothekeneinrichtung und nahezu der komplette Übervorrat wurden dabei zerstört. Das Öl drang in die oberen Etagen vor, das Haus wurde zum Fall für eine Komplettsanierung.

Rund fünf Monate später war es so weit. Die Brunnen-Apotheke konnte an ihrem angestammten Platz wiedereröffnet werden. „Im Prinzip wurde das Gebäude kernsaniert, und zwar unter Wahrung des Denkmalschutzes“, berichtet der Apotheker. Nicht nur die Inneneinrichtung, sondern auch alle Fenster, Türen und Böden mussten erneuert werden. Ölverseuchte Wände im Innenbereich seien ersetzt und teilweise verschoben worden.

Denn der Schaden sei immens gewesen. Das Hochwasser habe einen Warenbestand im Wert von 200.000 Euro zunichte gemacht, die völlig zerstörte Einrichtung habe mit 180.000 Euro zu Buche geschlagen, hat Thiel mittlerweile errechnet. Dazu komme der Schaden aus dem Betriebsausfall. Kurz nach der Überschwemmung rechnete der Apotheker mit einem Gesamtschaden von etwa einer halben Million Euro. Zum Glück sei der Schaden laut Thiel von seiner Betriebsausfall- und Elementarversicherung übernommen worden. So seien etwa der Zeitwert der Einrichtung und die Kosten für den Betriebsausfall, der allerdings insgesamt nur zehn Tage andauerte, erstattet worden.

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