Rezeptur-Tipp

Erythromycin: Problematische Zubereitungen APOTHEKE ADHOC, 15.12.2017 11:30 Uhr

Berlin - Erythromycin ist aus der Rezepturherstellung nicht wegzudenken. Die Verarbeitung des Wirkstoffes ist jedoch mit zahlreichen Tücken verbunden. Dazu zählen beispielsweise Einwaagekorrektur und pH-Wert.

Das Makrolidantibiotikum wird lokal vor allem zur Aknebehandlung eingesetzt. Die Wirksamkeit ist auf die Erythromycin-Base zurückzuführen. Neben der Hemmung der bakteriellen Proteinbiosynthese wird auch der antientzündliche Effekt des Wirkstoffs genutzt. Erythromycin wird hauptsächlich in Salben oder Cremes verarbeitet und sollte nicht länger als sechs Wochen angewendet werden, damit Resistenzen vermieden werden können. Die Kombination mit Metronidazol wird zur Behandlung von Rosazea verordnet.

Erythromycin wird in einer therapeutischen Konzentration von 0,5 bis 4 Prozent in einer Rezeptur verarbeitet. Die Stabilität des Wirkstoffes ist stark pH-abhängig. Der optimale pH-Wert beträgt 8 bis 8,5. Liegt der Wert unter 6, ist eine Inaktivierung des Wirkstoffes binnen einer bis drei Stunden möglich. Liegt der pH-Wert bei 7, kann innerhalb von 24 Stunden bereits eine Wirkungsminderung von etwa 14 Prozent auftreten. Der rezeptierbare pH-Bereich für Suspensionen liegt bei 8 bis 10 und für Lösungen bei 8 bis 8,5.

Liegt der Arzneistoff in gelöster Form vor, kann er selbst den pH-Wert der Rezeptur beeinflussen. Ein Beispiel sind alkoholisch-wässrige Lösungen, die auf einen Wert von 9,5 oder 10,5 kommen können. Hier kann der Zusatz von Citronensäurelösung 0,5 Prozent den pH-Wert auf 8 wieder sinken lassen. Für Salbengrundlagen, die meist als leicht sauer einzustufen sind, ist eine Verschiebung des pH-Wertes in das schwach Alkalische durch den Zusatz von Trometamol möglich. Da Erythromycin in Cremes meist ungelöst vorliegt, geht vom Wirkstoff selbst keine pH-Verschiebung aus. Inprozess- und Endkontrollen des pH-Wertes können die Stabilität und die korrekte Einstellung gewährleist

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Biotechnologie

Morphosys sucht einen neuen Chef»

LABOR-Debatte

Bewerbersuche: Wie läuft das bei euch?»

Gynäkologie

Pascofemin: Spasmo wird Complex»
Politik

Pharmastudent begeistert mit Brief an AKK

„Eier in der Hose – so ist es richtig!“»

„Der Gesundheitsminister macht, was er will“

Pharmaziestudent schreibt an Kramp-Karrenbauer»

Staatsdienst

Polizei sucht Ärzte»
Internationales

Kein mildes Urteil

Mann bricht dreimal in dieselbe Apotheke ein»

Österreich

Revolte gegen Verbandspräsident Rehak»

Digitalisierung

Österreich: eRezept bis 2022 im ganzen Land»
Pharmazie

AMK-Meldung

NMBA ist die neue Verunreinigung in Losartan»

Medizinalhanf

Tilray liefert Cannabisblüten in zwei Stärken»

Therapieresistente Depression

FDA: Zulassungsempfehlung für nasales Esketamin»
Panorama

Raubserie

Berliner Apothekenräuber: „Ich konnte Ihre Angst sehen“»

Apotheke in Barmstedt schließt

Securpharm macht Apotheke den Garaus»

Großhändler

Bombenfund: Alliance Nürnberg kann nicht mehr liefern»
Apothekenpraxis

Mucosolvam Phyto Complete

Sanofi erklärt portofreie Retoure»

Personalmangel

Schaufenster: Mitarbeitersuche mit Leuchtreklame»

LABOR-Download

Kundenflyer: Angaben zur Blutzuckermessung»
PTA Live

Aktionstage für Kinder

Apotheke wird Gummibärchen-Werkstatt»

DKMS-Projekt

PTA bietet Kosmetikkurse für Krebspatientinnen»

Rezeptur

Isotonisierung von Augentropfen: So wird gerechnet»
Erkältungs-Tipps

Was Oma schon wusste

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen»

Aromatherapie

Ätherische Öle bei Erkältung»

Erkältung

Fünf Tipps zur Erkältungsvorbeugung»