Rezeptur-Tipp

Triclosan: Die Grundlage macht den Unterschied APOTHEKE ADHOC, 11.02.2019 14:49 Uhr

Berlin - Das Antiseptikum Triclosan ist häufiger Bestandteil von Zubereitungen zur Behandlung entzündlicher Hauterkrankungen. Bei der Herstellung solcher Rezepturen ist die Auswahl der richtigen Grundlage wichtig, denn der phenolische Wirkstoff weist zahlreiche Inkompatibilitäten auf.

Vor allem zur Rezidivprophylaxe von chronisch entzündlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis wird Triclosan häufig verarbeitet. Der nicht verschreibungspflichtige Wirkstoff hat eine phenolische Struktur, daraus ergeben sich Inkombatibilitäten mit verschiedenen Emulgatoren. Diese Wechselwirkungen haben ein Brechen der Emulsion und damit die Instabilität der Zubereitung zur Folge.

Das weiße, kristalline Pulver ist sehr lipophil und somit praktisch unlöslich in Wasser. Gut löslich ist es hingegen in mittelkettigen Triglyceriden, Propylenglycol und Ethanol. Triclosan besitzt ein breites Wirkspektrum, vor allem gegen Staphylokpkken ist es sehr wirksam. Eingesetzt werden darf es bei Kleinkindern ab einem Jahr, mit einer Konzentration von 1 Prozent. Für Erwachsene liegt die oberste Richtkonzentration bei 3 Prozent. Die Häufigkeit der Applikation beträgt ein- bis dreimal täglich und richtet sich nach der Schwere der Erkrankung.

Triclosan kann in einem pH-Bereich von 4 bis 8 verarbeitet werden, wobei das bakterizide Wirkoptimum bei einem pH-Wert von 5 liegt. Da der Wirkstoff aufgrund der hohen Lipophilie in die Lipidphase der Zubereitung übergehen kann und die mikrobielle Wirkung dann nicht mehr gewähreleistet ist, wird der Zusatz eines Konservierungsmittels empfohlen. Am besten geeignet ist 0,14 Prozent Kaliumsorbat und 0,07 Prozent Zitronensäure. Bei der Einwaage der Substanz kann die Anwendung eines Einwaagekorrekturfaktors nötig sein.

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