Cannabisblüten: So wird auf Identität geprüft

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Berlin - Medizinalhanf in pharmazeutischer Qualität bedeutet für die versorgende Apotheke auch immer eine Identitätsprüfung. Eine Monographie zu Cannabisblüten wurde im vergangenen Juni in den Deutschen Arzneimittel-Codex (DAC) aufgenommen.

Die Anforderungen für die Rezepturherstellung sind in der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) geregelt. Bei der Feststellung der Identität sind Methoden des Arzneibuches zu nutzen. Alternativ können andere Prüfmethoden herangezogen werden, solange die gleichen Ergebnisse erzielt werden.

Neben Cannabidiol und Dronabinol haben auch Cannabisblüten nun einen festen Platz im DAC. Zusätzlich hatte der zuständige Expertenausschuss im Februar 2016 die Aufnahme der Monographie „Cannabisblüten“ in das Deutsche Arzneibuch (DAB) vorgeschlagen. Im vergangenen Oktober wurde der Entwurf verabschiedet. „Im Unterschied zur DAC Monographie wurde hier eine optimierte und zeitlich verkürzte Gehaltsbestimmungsmethode aufgenommen“, so ein Sprecher des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Im Nachgang wurde die Lagerungstemperatur der Cannabisblüten geändert. Eine Lagerung bei 2 bis 8 Grad halten die Experten für nicht notwendig. Stattdessen reicht es aus, wenn die Blüten bei unter 25 Grad gelagert werden. Derzeit befindet sich die Monographie in der EU-Notifizierung.
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