Fünf HAB-Monografien überarbeitet

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Berlin - Im Homöopathischen Arzneibuch (HAB) werden fünf Monografien angepasst. Es geht um Aconitum napellus (Blauer Eisenhut), Anemone pulsatilla (Gewöhnliche Kuhschelle), Caltha palustris (Sumpfdotterblume), Clematis recta (Aufrechte Waldrebe) und Veronicastrum virginicum (Kandelaber-Ehrenpreis).

Der Großteil dieser Änderungen wurde im Vorfeld durch den Ausschuss Analytik der HAB-Kommission im Oktober in Bonn besprochen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die geplanten Modifizierungen bekannt gemacht, nun können noch Stellungnahmen abgegeben werden.

Bei der Monografie zu Caltha palustris wurden die DC-Methode überarbeitet und eine zweite geeignete Referenzsubstanz aufgenommen. Der Geruch von Pflanze und Urtinktur in der Monografie wurde gestrichen. Die pharmakognostische Beschreibung von Clematis recta wurde geändert und die Referenzsubstanz Chlorogensäure im DC-Kasten gestrichen. Außerdem wurde eine Gehaltsbestimmungsmethode für Protoanemonin aufgenommen und eine Gehaltsspezifikation festgelegt. Die Urtinktur darf demnach mindestens 0,09 und höchstens 0,25 Prozent (m/m) Protoanemonin (C5H4O2; Mr 96,1), berechnet als Anemonin (C10H8O4; Mr 192,2) enthalten.

Der Monografie-Titel „Pulsatilla vulgaris“ wurde aufgrund der Änderung der wissenschaftlichen botanischen Bezeichnung auf „Anemone pulsatilla“ unter Beibehaltung des bisherigen Monografie-Titels als Untertitel geändert. Auch ist der DC-Kasten in H7417.4404 geändert worden: Bei der Referenzlösung wurde unter Rutosid „1 gelborange fluoreszierende Zone“ und bei der Untersuchungslösung (von unten nach oben) „1 bläulich fluoreszierende Zone“ und „1 gelborange fluoreszierende Zone“ aufgenommen, und die grün fluoreszierenden Zone auf Höhe der Gallussäure gestrichen. Ebenso wie bei Caltha palustris gibt es nun eine Gehaltsbestimmungsmethode für Protoanemonin in der Monographie.

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