Migräne, Spannungs- oder Clusterkopfschmerz?

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Berlin -

Migräne oder Clusterkopfschmerzen – wer davon betroffen ist, weiß: Dagegen ist Kopfweh nichts. Immerhin helfen oft Medikamente. Vor allem müssen Betroffene lernen, wie sie mit ihren Schmerzen zurechtkommen. Experten geben Tipps.

Dass einem mal der Schädel brummt, das kennt wohl jeder. Was dahintersteckt, bekommt man oft gar nicht raus. Denn laut Professor Dr. Hartmut Göbel, Gründer und Chefarzt der Schmerzklinik Kiel, gibt es mehr als 360 Formen des Kopfschmerzes. Aber bei manchen Menschen ist es mehr, als ab und an mal Kopfweh zu haben. Bei ihnen ist der Kopfschmerz kein Symptom für eine andere Erkrankung, der Kopfschmerz ist die Erkrankungen selbst. Zu diesen sogenannten primären Kopfschmerzen gehören Migräne, Cluster- und Spannungskopfschmerz. Ein Überblick.

Migräne. Unter 100 Menschen haben laut Göbel 15 bis 20 Migräne. Frauen sind zwei bis drei Mal häufiger betroffen als Männer. Der Schmerz ist in der Regel einseitig, sehr stark behindernd, hämmernd oder pochend und zwingt Betroffene zur Bettruhe. Zusätzlich ist ihnen oft übel, sie müssen sich übergeben, sind licht-, lärm- und mitunter auch geruchsempfindlich. Die Attacken dauern vier Stunden bis drei Tage. Bestimmte Faktoren können Migräne auslösen – Mediziner sprechen von sogenannten Triggern. Dazu zählen etwa Stress, grelles Licht, laute Musik oder Alkohol.

Günter Rambach, Vizepräsident der Deutschen Schmerzliga, hat unter anderem Migräne. Manchmal an bis zu 20 Tagen pro Monat. Bestimmte Gerüche, Lichteffekte, Wetterumschwünge und Stress, egal ob positiv oder negativ, triggern bei ihm Migräneattacken. „Die Migräne lauert permanent im Hintergrund, sie ist ja nie weg.“ Betroffene ziehen sich während einer Attacke meist zurück in einen dunklen, möglichst ruhigen Raum. Rambach versucht, sich während der Attacken mit Reizen, die er schon kennt, abzulenken: zum Beispiel mit Landschaftsfilmen und Filmen aus seiner Jugend, die er bis ins Detail kennt, wie Winnetou oder Michel.

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