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Gefährliche OTC-Analgetika APOTHEKE ADHOC, 20.04.2018 11:49 Uhr

Berlin - Keine Wirkung ohne Nebenwirkung: Welche unerwünschten Arzneimittelwirkungen von freiverkäuflichen Schmerzmitteln ausgehen können, zeigt ein Beitrag des Magazins „Gesundheit!” des Bayerischen Rundfunks (BR).

Die Deutschen gaben im Jahr 2016 laut BR 527 Millionen Euro für Schmerzmittel aus – ein gefährlicher Trend. Topseller der Deutschen ist mit Abstand Ibuprofen. Das nicht-steroidale Antirheumatikum (NSAR) kommt auf etwa 264 Millionen Euro, gefolgt von Acetylsalicylsäure (ASS) mit etwa 163 Millionen Euro und Paracetamol mit etwa 134 Millionen Euro. Diclofenac kommt mit etwa 33 Millionen Euro auf den 4. Platz.

Die Wahl des Schmerzmittels sei individuell und könne von Gewohnheiten und Vorlieben bestimmt sein, heißt es im Beitrag. Apotheker und Ärzte warnten jedoch: Schmerzmittel sei nicht gleich Schmerzmittel. Wirkungen und Nebenwirkungen seien verschieden. „Man meint immer, die Schmerzmittel sind alle gleich. Doch das sind sie nicht. Sie haben andere Wirkungen und andere Nebenwirkungen, daher ist es wichtig zu wissen, welches wofür geeignet ist“, wird Apothekerin Dr. Silvia Sagner-Grehn aus München zitiert. Man müsse wissen für wen und wofür das Analgetikum eingesetzt werden soll. „Denn nicht jeder Wirkstoff passt zu jedem Schmerz.“

Die OTC-Analgetika könnten etwa Magen-Darm-Blutungen, Magengeschwüre, Schwindel, chronische Kopfschmerzen sowie Leber- und Nierenschäden verursachen. Gezeigt werden zwei Betroffene, die aufgrund einer Migräne zu häufig zu Schmerzmittel griffen.

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