Adexa: Mitarbeiter brauchen Sozialgarantie

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Berlin -

Die Apothekengewerkschaft Adexa hat sich weitgehend positiv zum Konjunkturpaket der Bundesregierung geäußert. Die Mehrwertsteuersenkung müsse bei den Verbrauchern ankommen und sollte für Arzneimittel dauerhaft reduziert bleiben, fordert Adexa-Vorstand Tanja Kratt. Kritik äußert die Gewerkschaft an dem Gießkannenprinzip bei der Kindergeldzulage.

Die Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 16 Prozent könnte zu einer leichten Belebung des Umsatzes in den Apotheken führen, insbesondere im Bereich Selbstmedikation und beim freiverkäuflichen Apothekensortiment, so Kratt. „Die Entlastung der Kassen bei den rezeptpflichtigen Arzneimitteln kommt – hoffentlich – wirklich den Versicherten zugute, zu denen ja auch viele Apothekenangestellte gehören“, fügt die Adexa-Vize hinzu.

Eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel ist eine langjährige Forderung der Adexa. Für Kratt stellt sich daher die Frage , ob diese nicht auch nach dem Jahresende erhalten bleiben muss. Denn mit fast einem Fünftel des Nettopreises würden Arzneimittel als Teil der Grundversorgung extrem hoch besteuert – auch im europäischen Vergleich. „Mit Blick auf den wachsenden Anteil der Selbstmedikation würden hier gerade Haushalte mit niedrigem Einkommen sehr von einer dauerhaften Mehrwertsteuersenkung profitieren, deren Gesundheitsversorgung ja im Vergleich schlechter ist als die von Gutverdienern“, so Kratt.

Wichtig für die Arbeitsverhältnisse in den Apotheken ist laut Kratt auf jeden Fall die „Sozialgarantie 2021“, mit der die Sozialversicherungsbeiträge bei maximal 40 Prozent stabilisiert werden sollen. „Das ist für Apothekenangestellte und Apothekenleitungen ein gutes Zeichen. Die Honorierung der Apotheken ist ja ohnehin nicht so hoch, und Mitarbeiter*innen könnten nicht noch weniger Netto vom Brutto verkraften“, ist die Adexa-Vize überzeugt.

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