Eigenes Konjunktiv-Paket für Apotheker

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Berlin - Die Bundesregierung kippt zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Corona-Folgen ein 130-Milliarden-Füllhorn über dem Land aus. Für die Apotheken fällt eher beiläufig etwas ab. Aber das Beste kommt ja noch: Nach unbestätigten Informationen könnte die Regierung an einem eigenen Konjunktiv-Paket für Apotheken arbeiten.

1. Erhöhung des Apothekenhonorars auf 18,35 Euro
Gesundheits- und Wirtschaftsministerium könnten sich darauf verständigt haben, das Fixum um 10 Euro zu erhöhen, sollten mindestens 50 Prozent der Apotheken in den Corona-Monaten mehr als 95 Prozent ihres Umsatzes eingebüßt haben. Die flächendeckende Versorgung muss schließlich gewährleistet werden, einem weiteren Apothekensterben werde man nicht tatenlos zusehen, hätte irgendjemand gesagt haben können.

2. VV statt RxVV
Ein Versandverbot für Arzneimittel – und zwar Rx und OTC – soll eingeführt werden, wenn der Marktanteil der Onlinehändler drei Monate in Folge oberhalb von 80 von Hundert des Gesamtmarktes beträgt. Dann würde man sogar über eine Überwachung nachdenken.

3. Pharmazeutische Dienstleistungen bezahlt
Jeder Service wird extra vergütet: Blutdruckmessen, Strumpfanpassen, Medikamentenentsorgung. Das Honorar soll jeweils zwischen 30 und 50 Euro definiert werden. Notwendige Bedingung für diese Maßnahme: Ausnahmslos alle Apothekenmitarbeiter müssen ihre eigenen Gesundheitsdaten 24/7 überwachen und live auf einen Zentralserver hochladen. Wenn keiner fehlt, könnte es Geld geben.

4. Absolutes Retaxverbot
Den Krankenkassen wird generell verboten, Apotheken zu retaxieren. Diese Maßnahme wird umgesetzt, nachdem mindestens 13 Mitarbeiter einer externen Rezeptprüffirma eine ganze Knoblauchzehe gegessen haben.

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