Cannabis-Rezepte: So wird abgerechnet

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Berlin - Zum 1. März ist die neue Preisberechnung für Cannabis und entsprechende Zubereitungen in Kraft getreten. Mit dem Aufschlag von 100 Prozent bei der Abgabe von Blüten in unverändertem Zustand ist Schluss, berechnet wird entsprechend der neugeschaffenen Anlage 10 der Hilfstaxe. Die wichtigsten Regeln, die bei der Abrechnung beachtet werden müssen.

Keine prozentualen Aufschläge mehr: Statt dem früheren prozentualen Festzuschlag von 90 Prozent bei einer Verarbeitung und 100 Prozent bei der unverarbeiteten Abgabe werden nun ein Fixzuschlag für die Preisberechnung von Cannabisblüten und ein modifizierter prozentualer Zuschlag bei der Preisberechnung von Extrakten und Dronabinol herangezogen.

Wie wird gerechnet?

Die Preisberechnung von Cannabis in Form von getrockneten Blüten, Extrakten oder Dronabinol und der Zuschläge beziehungsweise Fixzuschläge erfolgt auf Basis der tatsächlich verordneten Mengen. Die Abrechnungspreise ergeben sich aus Anlage 10.

Preise für Verpackungen und Hilfsstoffe werden entsprechend der Anlage 1 beziehungsweise Anlage 2 zur Hilfstaxe berechnet. Sehen Anlage 1 und 2 keine Preisbestimmung vor, ist der günstigste Apothekeneinkaufspreis zugrunde zu legen.

Außerdem werden der prozentuale Aufschlag für die verwendeten Hilfsstoffe und Verpackungen nach § 5 Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV), der Rezepturzuschlag nach § 5 Absatz AMPreisV und der Festzuschlag von 8,35 Euro nach § 5 Absatz AMPreisV für die Preisberechnung sowie die Umsatzsteuer berücksichtigt. Zusätzlich wird die Dokumentationsgebühr von 4,26 Euro auf das Rezept gedruckt.

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