Abda-Mitgliederversammlung

Schmidt: VOASG mit aller Kraft durchbringen Lothar Klein, 01.07.2020 18:31 Uhr

Berlin - Die Abda-Mitgliederversammlung hat den Haushalt für die Verbandsarbeit genehmigt. Laut Abda-Präsident Friedmann Schmidt gab es „wie jedes Jahr“ Gegenstimmen. Beschlossen wurden auch die Projekte zur Organisationsreform der Abda wie die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit der Apothekerschaft und Projekte zu Grippeschutzimpfungen und für neue honorierte Dienstleistungen. Abgelehnt wurde der Antrag des Apothekervereins Nordrhein, nach der Absage des Deutschen Apothekertages in München einen virtuellen DAT abzuhalten. Aber es gab dazu einen Kompromiss.

Dieser Antrag kollidiere mit dem Absage-Beschluss des Abda-Gesamtvorstandes, so Schmidt. In der Diskussion sei nochmal ausführlich das Für und Wider abgewogen worden. „Der DAT ist eine Präsenzveranstaltung, ist interaktiv, das ist das Besondere daran“, so der Abda-Präsident und sei nicht vergleichbar mit einer virtuellen Großveranstaltung. Nach ausführlicher Diskussion habe sich die Mitgliederversammlung mit „überübergroßer Mehrheit“ gegen einen digitalen DAT ausgesprochen. In einem Adhoc-Antrag habe sich die MV daraufhin dafür ausgesprochen, ersatzweise virtuelle Formate zu bestimmten Themen wie die Lehren aus der Corona-Krise und zu aktuellen politischen Themen zu entwickeln und im Oktober durchzuführen. Schmidt: „Es wird keinen DAT geben. Aber auch keinen Herbst ohne politische Meinungsäußerung der Apothekerschaft.“ Das bereite die Abda im Moment vor: „Es ist ein Kompromiss gefunden“, dem auch der Apothekerverband Nordrhein „zähneknirschend“ zugestimmt habe.

Laut Schmidt hat die MV ausführlich die aktuelle Lage und die Lehren aus der Corona-Krise diskutiert: „Man kann guten Gewissens sagen, dass das erste Halbjahr für die Apotheken erfolgreich war. Wir haben die Corona-Herausforderung supergut hinbekommen und all diese Dinge gut bewältigt trotz der Lieferengpässe.“ Man habe auch gelernt, dass der Arzneimittelversandhandel keine wirkliche Hilfe in der Coronakrise gewesen sei. „Ich habe keine Angst, dass der reine Versandhandel die Apotheke vor Ort gefährdet“, so Schmidt.

Im ersten Halbjahr habe sich während der Coronakrise auch die Abda-Struktur bewährt: Man habe die Gesetzesänderungen rasch und hervorragend umgesetzt und zuvor die Probleme der Corona-Zeit für die Politik aufbereitet und konkrete Lösungsvorschläge vorgelegt, die das Bundesgesundheitsministerium aufgenommen und umgesetzt habe. „Das hat uns unter diesen Umständen eine sichere Arzneimittelversorgung gewährleistet. Wir sind stolz darauf, dass uns das gelungen ist.“ Trotzdem billigte die MV die finaziellen Mittel für eine Analyse der Abda-Organisation als Vorbereitung für eine Diskussion über eine Strukturreform.

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