Lungenfachärzte wollen in Praxen impfen

Pneumologen: Atemwegspatienten zuerst!

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Berlin -

Der Bundesverband der Pneumologen (BdP) ist der Ansicht, dass das aktuell vorliegende Konzept zur pandemischen Impfung nicht ausreicht. Der Verband sieht die Notwendigkeit einer erweiterten Priorisierung bestimmter Personen und Personengruppen.

Der Impfstoff von Biontech wurde von der EU-Kommission zugelassen. Somit können die Impfungen am 27. Dezember starten. Zunächst sollen in den meisten Bundesländern die mobilen Impfteams ausrücken und Menschen in Pflege- und Altenheimen impfen. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) werden folgende Gruppen zuerst geimpft: Personen über 80 Jahre, die in stationären Einrichtungen behandelt werden (Heime), Mitarbeiter von Pflege- und Altenheimen sowie das medizinische Personal der Intensivstationen.

Diese Einteilung reicht dem Bundesverband der Pneumologen (BdP) nicht aus. Der Zusammenschluss von Fachärzten mit Schwerpunkt Pneumologie in Klinik und Praxis sieht die höchste Priorität bei den Corona-Schutzimpfungen in einem ersten Schritt zwar ebenfalls bei Bewohnern von Heimen, jedoch sollte hier weiter unterschieden werden. In Abhängigkeit von der Menge an verfügbaren Impfstoff müsse aber auch innerhalb der Gruppe der Hochrisikopatienten priorisiert werden. Vor allem schwerkranke pneumologische Patienten, die auf Sauerstoff oder Atemhilfen angewiesen sind, sollten unabhängig von ihrem Alter zuerst geimpft werden.

Der BdP spricht sich dafür aus, dass Pneumologen aufgrund ihrer Expertise fundierte Diagnosen zu erstellen, möglichst frühzeitig in die Impfstrategie einbezogen werden sollten. Das vorhandene Know-How der Fachärzte sollte optimal und so früh wie möglich genutzt werden. Die Pneumologen sehen Impfungen in den Facharztpraxen für sinnvoll an. Unter der Voraussetzung, dass genügend Impfstoff vorhanden ist, könnten auch Lungenfachärzte in den Praxen impfen. Da das Personal der Praxis in diesem Falle einem hohem Expositionsrisiko ausgesetzt wäre, befürwortet der BdP auch eine Priorisierung der Ärzte und des medizinischen Fahrpersonals.

 

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