Pneumologen: Inhalativa auf Aut-idem-Liste

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Berlin -

Gerade hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) sieben weitere Wirkstoffe für die Aut-idem-Liste empfohlen – Antiepileptika und Opiodanalgetika mit verzögerter Wirkstofffreisetzung. Ob Inhalativa zur Behandlung von Asthma bronchiale/COPD folgen sollen, ist bislang offen. Ende vergangenen Jahres hatten mehrere Kassen diese noch schnell ausgeschrieben. In einer Stellungnahme fordern die Pneumologen jetzt mit Nachdruck die Aufnahme auf die Substitutionsausschlussliste.

Die Datenlage über mögliche Folgen einer Substitution sei schlecht, das gelte auch für den Einfluss der Inhalationssysteme, schreiben die deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, der Bundesverband der Pneumologen und der Verband Pneumologischer Kliniken sowie die Deutsche Atemwegsliga.

So sei eine inadäquate Anwendung des verordneten Systems eines der wichtigsten Probleme für den Behandlungserfolg: Für die Wirkung sei allein die intrabronchial deponierte Dosis entscheidend. Diese hänge von einem adäquaten Inhalationsmanöver ab. Eine inadäquate Nutzung führe zu einer schlechteren Symptomkontrolle, häufigeren Besuchen in Notfallambulanzen und häufigeren Exazerbationen, „letztlich also zu einer erhöhten Belastung im Gesundheitssystem“, so die vier Verbände.

„Der Inhalator ist dabei ein integraler Teil des Arzneimittels“. Das verordnete Arzneimittel bestehe deshalb aus dem Wirkstoff und dem Applikationssystem sowie in den meisten Fällen aus Zusatzstoffen. Wirkstoffe und Zusatzstoffe sind laut den Pneumologen galenisch auf das Applikationssystem abgestimmt.

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