Versandhandel

Pharmaziestudenten stellen sich hinter Spahn Lothar Klein, 19.12.2018 11:18 Uhr

Berlin - Die Bewertung des Plans B von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist möglicherweise auch eine Generationenfrage. Anders als die meisten Standesorganisation der Apotheker haben die Pharmaziestudierenden weder Probleme mit dem Rx-Versandhandel noch mit dem Deckel für Rx-Boni. Im Gegenteil: Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) stellt sich hinter Spahns Acht-Punkte-Plan. Von den ABDA-Honoratioren fordert der BPhD Mut zum Wandel.

Die AG Gesundheitspolitik des BPhD kommt zu einem insgesamt positiven Urteil: „Im Wesentlichen begrüßen wir die Vorschläge des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)“, heißt es in einer Erklärung. Insbesondere der Aufbruch in die Vergütung pharmazeutischer Dienstleistungen stelle „eine dringend notwendige Neuausrichtung des Apothekerberufs dar“. Auch wenn das zunächst vorgeschlagene Volumen nur einen geringen Anteil am Umsatz der Apotheken ausmache, „sehen wir hier die Chance auf einen Einstieg in zukunftsweisende und langfristig tragfähige Vergütungssysteme“.

Insbesondere die Sanktionierung des Nichtabschlusses von Verträgen mit der Apothekerschaft stärke die Verhandlungsposition der Apotheker gegenüber den Krankenkassen und ermögliche es dem gesamten Berufsstand, an der Neuausrichtung teilzuhaben. „Auch in der angestrebten gesetzlichen Stärkung der freien Apothekenwahl sehen wir eine Chance, auch kleinen wirtschaftlichen Einheiten wie der inhabergeführten Apotheke weiterhin ein Fortbestehen am Markt zu sichern und eine lückenlose Versorgungsstruktur weiter gewährleisten zu können“, so die Pharmaziestudierenden.

Die Erhöhung des Beitrags für den Nacht- und Notdienstfonds sieht der BPhD ebenfalls positiv: So könnten Apotheken in strukturschwachen Regionen stärker für ihren wichtigen Einsatz für die wohnortnahe Notfallversorgung vergütet werden. Gleichzeitig müsse aber allen bewusst sein, dass diese Maßnahme allein nicht dazu geeignet sei, das Sterben von Apotheken in wirtschaftlich und strukturell schwachen Regionen aufzuhalten. „Wir sind überzeugt, dass nur eine konzertierte Aufwertung und Stärkung solcher Regionen einen signifikanten Einfluss auf diesen Strukturwandel hätte“, so die Einschätzung.

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