Warum der BPhD die Rx-VV-Petition nicht unterstützt

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Berlin - Pharmaziestudent Benedikt Bühler wirbelt in der Standespolitik gerade Staub auf, erst mit seinem offenen Brief an CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, nun mit seiner Petition für ein Rx-Versandverbot. Doch ausgerechnet der Bundesverband der Pharmaziestudierenden (BPhD) stellt sich nicht offen hinter Bühler. BPhD-Präsident Max Willie Georgi erklärt, warum er die Petition zwar nicht unterstützt, sie aber trotzdem für richtig und wichtig hält.

#MitUnsNicht fordert Bühler und will möglichst viele Gleichgesinnte hinter seiner Petition versammeln. #MitUnsNicht hat er allerdings auch vom BPhD zu hören bekommen. „Leider möchte der BPhD nicht darauf aufmerksam machen“, zeigt sich Bühler enttäuscht. BPhD-Präsident Georgi bestätigt die Abfuhr auf Anfrage: „Herr Bühler hat sich bei uns gemeldet und gefragt, ob wir seine Kampagne öffentlich unterstützen können. Wir haben uns aber als Vorstand dagegen entschieden.“

Ganz ignoriert haben sie den jungen Aktivisten dann aber doch nicht. „Wir haben seinen offenen Brief und die Kampagne über unsere internen Kanäle an die Fachschaften weitergereicht, damit sie selbst entscheiden können, wie sie damit umgehen.“

Dass sich der BPhD-Vorstand nicht öffentlichkeitswirksam für Bühlers Petition einsetzt, hat einen einfachen, aber triftigen Grund: „Wir sind in den Arbeitsgruppen zu dem Schluss gekommen, dass wir das Rx-Versandverbot als nicht zukunftsfähig genug erachten.“ So habe sich die Arbeitsgemeinschaft Gesundheitspolitik im Dezember ausführlich mit den politischen Vorschlägen von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) befasst und fordert nun einen Paradigmenwechsel in der Standespolitik. „Wir denken, es ist besser, wenn die Diskussion vom Thema Rx-Versandverbot weg geht und wir eher über andere Maßnahmen reden, wie man den Apothekerberuf stärken und die Apotheke vor Ort vor dem Aussterben retten kann.“

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