Rx-Versandverbot

Dobbert: „Nicht unterkriegen lassen!“ APOTHEKE ADHOC, 10.07.2019 15:16 Uhr

Berlin - Wenige Tage vor der angekündigten Befassung des Bundeskabinetts mit dem Apothekenstärkungsgesetz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordert der Präsident der Landesapothekerkammer Brandenburg, Jens Dobbert, die Rückkehr zum Rx-Versandverbot. Zugleich rief Dobbert zur Unterstützung der Bundestagspetition von Benedikt Bühler auf.

Seit Monaten arbeiteten die Standesvertreter der Apothekerschaft und Gesundheitsminister Jens Spahn(CDU) an einem Gesetz zur Stärkung der Apotheke vor Ort – bislang jedoch ohne zufriedenstellende Lösung. Der Unmut unter den Kollegen an der Basis wachse, heißt es in einer Mitteilung der Kammer aus Brandenburg. Bühler habe eine Onlinepetition ins Leben gerufen, welche das Ziel des Rx-Versandverbotes verfolgt. Die Kammer werde diese Petition unterstützen.

Bereits im April habe Bühler einen Antrag im Petitionsausschuss gestellt. Dieser sei jedoch abgelehnt worden, da die von ihm eingereichte Petition einer anderen vermeintlich sachgleichen Petition unterstellt worden sei und man deswegen von einer Veröffentlichung abgesehen habe. „Bei einer genauen Betrachtung kann aber keine inhaltliche Gleichheit festgestellt werden und der einzig richtige Weg, der gewählt werden konnte, war der Widerspruch, um zu zeigen, dass wir uns nicht unterkriegen lassen“, so Dobbert.

„Meines Erachtens besteht kein Zweifel daran, dass die Petition veröffentlicht werden muss. Wir müssen geschlossen für das Rx-Versandverbot kämpfen, denn ich bin weiterhin der Auffassung, dass das Rx-Versandverbot die einzige Lösung ist, um die Gleichpreisigkeit zu erhalten. Ich rufe alle Kollegen auf, wenn die Petition online geht, sich stark zu machen und möglichst viele Patienten zu mobilisieren, sich daran zu beteiligen. Denn nur zuzusehen, ist keine Option. Wir müssen alle gemeinsam handeln“, so Dobbert.

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