Rx-Versandverbot

Pharmaziestudent attackiert ABDA-Präsidenten APOTHEKE ADHOC, 30.03.2019 08:30 Uhr

Berlin - Eine Antwort auf seinen Brief an CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat Benedikt Bühler bislang nicht erhalten. Doch der Pharmaziestudent, der auch politisch in der CDU aktiv ist, hat auch andere Abgeordnete und Mandatsträger seiner Partei aufgefordert, sich zum Rx-Versandverbot zu bekennen. Weil ihm mehr als einmal geantwortet wurde, man sei dazu bereit, folge aber der ABDA, hat Bühler nach dem neuerlichen Verzicht des Gesamtvorstands auf das Rx-Versandverbot nun deren Präsidenten Friedemann Schmidt angeschrieben.

Er sei fest davon ausgegangen, dass sich die ABDA nach den Beschlüssen aus einigen Kammerbezirken doch noch einmal pro Rx-Versandverbot positionieren werde. „Dem ist leider nicht so und in meinen Augen wird somit die Zukunft meiner Generation in den Sand gesetzt“, schreibt Bühler. Das wolle er nicht auf sich sitzen lassen: Es sei ein Unterschied, ob Gesundheitsminister Jens Spahn seine Zukunft zerstöre oder seine zukünftige Standesvertretung. Von der erwarte er, dass sie bis zum Schluss kämpfe.

„Ich als Pharmaziestudierender und angehender Offizin-Apotheker kann Ihr Handeln als Standesvertretung absolut nicht nachvollziehen, weil Sie damit die Vernichtung der Apotheke vor Ort sehenden Auges hinnehmen“, schreibt Bühler an Schmidt. „Sie verbauen damit meiner Generation, die im Moment Pharmazie studiert, und auch den Kolleginnen und Kollegen, die gerade ihr Studium beendet haben, aktiv die Zukunft.“

Der Tausch einer längst überfälligen Vergütung pharmazeutischer Dienstleistungen gegen das Rx-Versandverbot – laut Bühler die einzige rechtssichere Lösung – sei ein wahrlich schlechter. Auch wenn neue Honorarbausteine die Apotheken in den kommenden Jahren zunächst einmal wirtschaftlich stärken würden: „Langfristig gesehen ist der Tausch, den die ABDA hier eingeht, der schlechteste Tausch, den sie eingehen kann.“

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