50.000 Unterstützer gesucht

#MitUnsNicht: Studenten kämpfen für Rx-Versandverbot Silvia Meixner, 21.02.2019 10:09 Uhr

Berlin - Benedikt Bühler legt nach: Der Student, der kürzlich mit einem offenen Brief an die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer bei den Kollegen für Furore sorgte, hat jetzt die Kampagne #MitUnsNicht gestartet. Das Ziel: Die Umsetzung des Rx-Versandverbotes. Gesucht werden 50.000 Unterstützer, die die Petition unterschreiben, die auch gleich die Frage stellt, ob der Gesundheitsminister noch tragbar ist.

„Wird das Verbot nicht umgesetzt, gefährdet das die Zukunft von Apothekerinnen und Apothekern und damit auch die wohnortnahe Versorgung der Patienten und ihre Sicherheit“, sagt Pharmaziestudent Benedikt Bühler, der Sprecher der Kampagne ist. Seine Mitstreiter sind rund 40 Studenten der Semmelweis-Universität in Budapest, wo Bühler derzeit Pharmazie studiert.

Er sagt: „Seit der Europäische Gerichtshof im Oktober 2016 die deutsche Arzneimittelpreisbindung für ausländische Versender aufgehoben hat, rutschen örtliche Apothekerinnen und Apotheker in eine wirtschaftliche Schieflage, denn ausländische Apotheken wie DocMorris locken ihre Kunden mit Rabatten, die deutsche Apotheken nicht geben dürfen. Das führt dazu, dass überlebenswichtige Rezepte aus dem deutschen Apothekensystem abgezogen werden.“

Bühler: „Die Kampagne und die Petition sollen möglichst viele Menschen erreichen. Aus diesem Grund haben wir schon im Vorfeld Unterstützer gesucht.“ Mit an Bord sind die Apothekengewerkschaft Adexa, die Freie Apothekerschaft und Sylvia Gabelmann, Sprecherin für Arzneimittelpolitik und Patientenrechte der Linken im Bundestag. Der Gegenvorschlag zum Rx-Versandverbot von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stößt bei den Linken auf scharfe Kritik, Gabelmann bezeichnete den Kompromiss als einen „Schlag ins Gesicht der Patienten und Apotheker“. Zudem wirft die Apothekerin Spahn einen Bruch des Koalitionsvertrages vor.

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