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#retteDeineApotheke: Apotheker planen Protestmarsch Silvia Meixner, 11.03.2019 12:08 Uhr

Berlin - Die Apotheker Maria Zoschke, Maximilian Wilke und Joachim Schrot wollen gegen den „Ausverkauf durch die Politik“ ankämpfen. Am Sonntag, den 24. März, laden sie in Berlin zum Protestmarsch #rettedeineapotheke.

Joachim Schrot wird am Sonntag nach dem Notdienst um acht Uhr ins Auto springen und sich von Albersdorf aus auf den Weg nach Berlin machen. 397 Kilometer sind es von Schleswig-Holstein in die Hauptstadt. Er sagt: „Wir wollen auf die Situation der Apotheker aufmerksam machen. Wir haben noch 30 Jahre oder mehr vor uns und verspüren eine große Unsicherheit. Die Apotheken sind die Grundpfeiler des deutschen Gesundheitssystems. Doch die EU plant, den deutschen Arzneimittelmarkt zugunsten internationaler Großkonzerne zu liberalisieren und macht damit tausenden deutschen Apotheken den Garaus. Das bedroht nicht nur die Versorgung von Millionen von Patienten, sondern auch unsere Zukunft als Apotheker.“

In der Folge sind dann auch die Patienten betroffen: „Das geht vor allem zu Lasten der Patienten. Denn schon heute gilt: Jeden Tag schließt eine Apotheke. Für immer. Ihre Apotheke könnte die nächste sein.“

Via Facebook, Twitter, Whatsapp und Mundpropaganda rufen die drei zum Mitmachen auf. Nicht nur Apotheker, PTA und PKA sollen kommen, auch Apothekenkunden sind willkommen: „Alle, die sich angesprochen fühlen, sind eingeladen“, sagt der 33-Jährige. Die Idee zu dem Protestmarsch hatte Apotheker Max Wilke: „Wir haben in Berlin einige Zeit in der selben Apotheke zusammengearbeitet, er hat uns beiden anderen ins Boot geholt“, erzählt Schrot. Vor einem Jahr ging er wieder zurück in die Heimat und übernahm die „Brutkamp-Apotheke“: „Mein Vater hat sie vor 36 Jahren gegründet.“

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