NRW: Monatlich 1000 Euro Zuschuss für Test-Apotheken

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Berlin -

Nordrhein-Westfalen hat sich lange Zeit schwer damit getan, Apotheken als Corona-Testzentren zu beauftragen. Jetzt gibt die Landesregierung richtig Gas: Mit der Corona-Teststruktur-Verordnung wird den Apotheken eine Anschubfinanzierung sowie eine monatliche Zusatzpauschale von jeweils 1000 Euro zugesprochen.

Mit der gestern veröffentlichten Coronavirus-Testverordnung wurde für alle Apotheken bundesweit die Vergütungsfrage geklärt: Die Apotheken erhalten 12 Euro für die Durchführung und bis Ende März maximal 9 Euro pro beschafftem Test. Zum 1. April sinkt dieser Wert auf 6 Euro pro beschafftem Test.

Einzelne Bundesländer stocken die Vergütung bei der konkreten Umsetzung auf. In NRW hat man sich für eine pauschale zusätzliche Honorierung entschieden. Mit der seit heute gültigen CoronaTeststrukturVO erhalten alle Test-Apotheken einmalig einen „Einrichtungszuschuss“ in Höhe von 1000 Euro sowie in der Folge eine monatliche Pauschale in gleicher Höhe. Diese „Sockelfinanzierung“ wird von den Gesundheitsbehörden an die Träger der Teststellen ausgezahlt.

Die Sache hat aber einen Haken: Die Apotheke muss das Testzentrum mindestens 20 Stunden pro Woche anbieten, Wochenenden eingeschlossen. Werden die Mindestleistungen nicht erbracht, kann die Behörde die Vergütung eigenständig kürzen. Zum Vergleich: Selbst das Testzentrum von Vorzeige-Testapotheker Dr. Björn Schittenhelm in Baden-Württemberg ist täglich nur zwei Stunden geöffnet, um einen wirtschaftlichen Betrieb darstellen zu können. Dass sich in NRW mehrere Apotheken zu einem Testzentrum zusammenschließen, ist ebenfalls nicht ohne Weiteres möglich: Dazu müssten sie eine eigene GmbH gründen.

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