Westfalen-Lippe

Michels: Mit Schmidt gut aufgestellt Lothar Klein, 12.11.2018 10:45 Uhr

Berlin - Mit Blick auf die anstehenden und entscheidenden Verhandlungen der ABDA-Führung mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Dr. Klaus Michels, Vorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe, ABDA-Präsident Friedemann Schmidt, seine volle Unterstützung zugesagt: „Ich selbst bin überzeugt, dass wir dafür mit den handelnden Personen gut aufgestellt sind und dass diese alles unternehmen werden, um das Bestmögliche auszuhandeln.“ Die Entscheidungen über den Plan B würden „am Ende in ganz kleinem Kreis getroffen“.

Die ABDA-Spitze werde mit dem BMG „die Möglichkeiten ausloten“ und dann voraussichtlich am 5. Dezember in der Mitgliederversammlung diskutieren, so Michels. Deshalb sei es auch keinesfalls fatalistisch, „wenn ich hinzufüge, dass uns sowieso nichts anderes übrig bleibt, als genau diesen Personen zu vertrauen. Zeitgleich zur AVWL-Mitgliederversammlung in Münster kündigte Spahn beim 275 jährigen Jubiläum der Adler Apotheke in Rheine an, dass er in den nächsten 14 Tagen mit konkreten Vorschlägen auf die Apotheker zukommen werde.

Die Apotheker sollten sich auf jeden Fall darauf ein stellen, dass „wir im kommenden Jahr umgehend mit aller Kraft und Konsequenz an die Öffentlichkeit gehen müssen“ so Michels weiter. Falls die ABDA an der Forderung eines Rx-Versandhandelsverbotes „mangels adäquater Alternativangebote festhalten“ werde, müsse bei allen Abgeordneten um Zustimmung geworben werben. Michels: „Falls hingegen einem Alternativangebot – als Teil des sogenannten Plan B – zugestimmt werden und infolgedessen der Versandhandel erlaubt bleiben sollte, werden wir uns gemeinsam noch stärker als bisher um die Treue unserer Patienten bemühen müssen.“ Dabei sei die BADA auf die Mitwirkung aller Apotheker angewiesen.

Laut Michels ist davon auszugehen, dass Spahn das geforderte Rx-Versandverbot ablehnt. Andererseits habe sich der Bundesgesundheitsminister mehrfach betont, dass auch für ausländische Versender die deutschen Preisregelungen gelten müssten. „Welche Schlüsse und Konsequenzen er am Ende daraus ziehen wird, ist jedoch leider unklar“, so Michels. Die Apotheker müssten daher immer wieder die Wiederherstellung der verbindlichen Gleichpreisigkeit in der Versorgung mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln anmahnen und diese Debatte argumentativ bestimmen. Denn um die Gleichpreisigkeit gehe es im Kern. Zumindest schulde Spahn eine „ernsthafte, nicht zuletzt rechtlich fundierte Auseinandersetzung mit dem Versandhandelsverbot“, sagte Michels: „Und mindestens diese werden wir von ihm einfordern dürfen – und müssen!“

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