Lieferengpässe: Meldung ja, Zwangsvorrat nein

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Berlin - Der ehemalige Gehe-Chef André Blümel ist neuer Vorsitzender des Großhandelsverbands Phagro. Die Mitgliederversammlung wählte ihn in Frankfurt zum Nachfolger von Dr. Thomas Trümper, der den Posten nach 14 Jahren aus persönlichen Gründen im Dezember niedergelegt hatte. Blümel ging direkt mit einer politischen Stellungnahme an die Öffentlichkeit.

Blümel dankte der Mitgliederversammlung für das einstimmige Votum und das Vertrauen. Er bekräftigte, dass er sich gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen für die Interessen der Unternehmen des vollversorgenden pharmazeutischen Großhandels einsetzen werde, die in Deutschland die kontinuierliche und bedarfsgerechte Arzneimittelversorgung sicherstellten.

„Die vollversorgenden pharmazeutischen Großhandlungen haben den Anspruch, in Zeiten großer gesundheitspolitischer Herausforderungen die Qualität der Versorgung der Patienten mit Arzneimitteln aufrecht zu erhalten und trotz erheblichen Kostendrucks mit innovativen Lösungen und Angeboten die Arzneimittelversorgung der Zukunft sicher und bedarfsgerecht zu gestalten. Dazu zählen Themen wie Transparenz, Nachhaltigkeit, Effizienz und Digitalisierung.“

Aktuell sei die Bekämpfung der Lieferengpässe für den Phagro von entscheidender Bedeutung. Hierzu müssten sinnvolle Maßnahmen ergriffen werden, die an den tatsächlichen Ursachen ansetzten. „Der vollversorgende pharmazeutische Großhandel ist bereit, über Meldungen von Bestands- und Absatzdaten dazu beizutragen. Um ein wirksames Frühwarnsystem zu etablieren, müssen aber alle Akteure der Arzneimittellieferkette eingebunden und gleichermaßen verpflichtet werden. Nur so kann eine lückenlose und valide Datenbasis zur Einschätzung der Versorgungslage geschaffen werden.“

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