Gesundheitsapps auf Rezept: Das sind die Regeln

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Berlin - Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DGV) haben Patienten einen Anspruch auf Gesundheitsapps auf Kassenrezept erhalten – sofern diese einen nachweisbaren Nutzen haben. Mit der Digitale-Gesundheitsanwendungen-Verordnung (DiGAV) hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) jetzt konkretisiert, welche Apps infrage kommen und wie die Prüfung aussehen soll.

Ärzte und Psychotherapeuten dürfen ausgewählte Gesundheitsapps auf Rezept verordnen. Hierzu zählen zum Beispiel Anwendungen, die beim regelmäßigen Einnehmen von Medikamenten helfen oder mit denen sich Blutzuckerwerte dokumentieren lassen. Voraussetzung ist, dass die Anwendung ihre Prüfung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bestanden hat und in das Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen aufgenommen wurde.

Während Sicherheit und Funktionstauglichkeit mit der CE-Kennzeichnung in der Regel als belegt gelten und für die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen eine formale Erklärung genügt, müssen die Anbieter konkret nachweisen, dass ihr Produkt zu „positiven Versorgungsaspekten“ führt. Dies kann einerseits ein medizinischer Nutzen sein, alternativ werden „patientenrelevante Verfahrens- und Strukturverbesserungen“ anerkannt.

Verbesserung des Gesundheitszustands

  • Verkürzung der Krankheitsdauer
  • Verlängerung des Überlebens
  • Verbesserung der Lebensqualität

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