Digitale-Versorgung-Gesetz

App auf Rezept ab Januar 2020 Lothar Klein, 10.07.2019 12:07 Uhr

Berlin - Das Bundeskabinett hat dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zugestimmt. Damit können Ärzte ab Januar 2020 erstmals Gesundheits-Apps per Rezept verordnen. Das Gesetz regelt zudem das Angebot von Online-Sprechstunden und den Anschluss der Apotheken an die Telematik-Infrastruktur (TI) der Gematik. Die elektronische Patientenakte (ePA) und der elektronische Medikationsplan sollen bis zum Herbst in einem eigenen Datenschutzgesetz geregelt. Die ePA soll aber wie geplant ab Januar 2021 starten.

Spahn wertet das DVG als „Paradigmenwechsel“ im Gesundheitssystem: „Wir nutzen digitale Angebote, um die Versorgung der Patienten besser zu machen und die Arbeit der Ärztinnen und Ärzte einfacher. Patienten sollen sich darauf verlassen können, dass digitale Anwendungen und sinnvolle Apps schnell und sicher in die Versorgung kommen. Daher gibt es für die Patienten ab 2020 gesunde Apps auf Rezept. Außerdem sollen künftig auch Apotheken und Krankenhäuser an die TI angeschlossen werden. Hebammen, Physiotherapeuten und die Pflege bekommen die Möglichkeit dazu. Ich bin überzeugt: Digitale Versorgung ist patientenfreundlich.“

Das DVG enthält folgende Schwerpunkte: Ärzte können künftig digitale Anwendungen verschreiben, etwa Tagebücher für Diabetiker oder Apps für Menschen mit Bluthochdruck. Damit Patienten die Apps schnell nutzen können, wird für die Hersteller ein zügiger Zulassungsweg geschaffen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) prüft in einer ersten Stufe Sicherheit, Funktion, Qualität, Datenschutz und Datensicherheit der Produkte. Sie werden dann ein Jahr lang von der Krankenkasse erstattet. In dieser Zeit muss der Hersteller nachweisen, dass die App die Versorgung verbessert.

Apotheken müssen sich bis Ende September 2020 und Krankenhäuser bis Januar 2021 an die TI anschließen. Ursprünglich war für Apotheken eine Frist bis Ende März 2020 vorgesehen. Diese wurde verlängert. Für Apotheken, die den neuen Termin nicht erreichen, sind bislang keine Sanktionen vorgesehen. Spahn erhöht jedoch den Druck auf die Ärzte, die sich weiterhin nicht anschließen. Für diese wird der Honorarabzug von bislang 1 Prozent ab dem 1. März 2020 auf 2,5 Prozent erhöht. Hebammen und Physiotherapeuten sowie Pflegeeinrichtungen können sich freiwillig an die TI anschließen. Die Kosten hierfür werden erstattet.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Coronavirus

Steigende Corona-Zahlen

Kliniken schlagen Alarm, Update Impfstoff»

Merkel begründet neue Maßnahmen

Beinahe-Shutdown: Die Corona-Regeln im November»

Corona-Test

Labor liefert falsch-positive Testergebnisse»
Markt

Kundenzeitschriften

Umschau startet Webshop»

Pharmakonzerne

Bayer holt Entwicklungschef von Roche»

eRezepte vom Telemedizin-Anbieter

Teleclinic startet Apothekenportal»
Politik

Preisbindung

Phagro fürchtet EU-Großhändler»

Corona-Krise

Lockdown: Scholz will Umsatzausfälle ersetzen»

Apothekenstärkungsgesetz

VOASG: Gesundheitsausschuss gibt grünes Licht»
Internationales

Reichensteuer und höhere Sozialabgaben

Corona-Kosten: Spanien bittet zur Kasse»

Rechtliche Lage nicht eindeutig genug

Österreich: Apotheken stoppen Testungen»

Krankenhäuser überlastet

Trotz Corona-Infektion: Ärzte und Krankenpfleger arbeiten weiter»
Pharmazie

Auswertungen eindeutig aber ungenau

Ansteckungsrisiko: Privatleben»

AMK-Meldung

Ancotil & Protamin: Nur mit Sterilfilter»

Erprobung in den USA

Corona-Impfstoff: AstraZeneca nimmt klinische Studie wieder auf»
Panorama

Sinsheim

Mutmaßlich falsche Masken-Atteste: Polizei durchsucht Arztpraxis»

Zwei Münchner Tatverdächtige

Ermittler heben Netzwerk für illegalen Arzneimittelhandel aus»

Brandsätze gegen Fassade geworfen

Anschlag auf RKI – Staatsschutz ermittelt»
Apothekenpraxis

Lieferschwierigkeiten

Ärger mit Pneumokokken-Impfstoffen»

Zwei Jahre Securpharm

N-Ident-Zertifikat verlängern»

adhoc24

BKK gegen Botendiensthonorar / Neue Corona-Maßnahmen / Anklage gegen Apotheker»
PTA Live

Abfallmanagement

Wohin mit den Corona-Proben?»

Lokalanästhetika mit Klümpchenbildung

Rezepturtipp: Polidocanol»

Schutzmaßnahmen und Zukunftssorgen

Apothekenteams fürchten langen Corona-Winter»
Erkältungs-Tipps

Duale Behandlung bei Erkältungsinfekten

An obere und untere Atemwege denken»

Erkältung, Allergie, Medikamente

Schnupfen ist nicht gleich Schnupfen»

Wenn die Temperatur steigt

Hausmittel bei Fieber: Wann und wie?»
Magen-Darm & Co.

Fremdkörpergefühl im Hals

Globussyndrom: Auch an den Magen denken»

Trendprodukt Selbsttests

Was können Darmflora-Analysen & Co.?»

Vitamin-B12-Mangel

Fehlender Intrinsic Factor»
Kinderwunsch, Schwangerschaft & Stillzeit

Supplemente in der Schwangerschaft

Folsäure & Jod: Nur die Hälfte ist versorgt»

Geschlechtsbestimmung

Mädchen oder Junge? Der Genetik auf der Spur»

Kaiserschnitt ist kein Muss

HIV und Schwangerschaft»
Medizinisches Cannabis

Sonder-PZN, Lieferengpässe & Co.

Retaxgefahr Cannabis»

Blüte, Extrakt, Kapsel

Cannabis: Schritt für Schritt zur Rezeptur»

Wie setzt sich der Abgabepreis zusammen?

Cannabis-Rezept: Taxierung»
HAUTsache gesund und schön

Verwöhnprogramm für die Haut

Pflege hoch zwei: Gesichtsmaske und Peeling»

Viel hilft nicht immer viel

Überpflegung der Haut»

Aufbau, Alterung und Pflege

Unterschiede von Frauen- und Männerhaut»