Teleclinic verordnet Apps auf Rezept

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Berlin - Teleclinic startet ein Portal für die Verschreibung von Apps auf Rezept. Patienten können sich über die Teleclinic-App verschiedene Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) aussuchen und sie sich in einem darauffolgenden Arztgespräch verordnen lassen. „Ziel ist es, die Akzeptanz der neuen Gesundheits-Apps zu steigern und sie als festen Bestandteil der Behandlung zu etablieren“, erklärt Mutterkonzern Zur Rose dazu.

Das neu entwickelte DiGA-Portal von TeleClinic integriert die Gesundheits-App in die Behandlung und soll so den Zugang zu den Anwendungen für Patienten vereinfachen. Damit sei der gesamte Arztbesuch von der Terminvereinbarung bis zur Verschreibung einer digitalen Therapie erstmals vollständig digital abgebildet. „Mit der Einführung der Apps auf Rezept übernimmt Deutschland eine Vorreiter-Rolle in der digitalen Gesundheitsversorgung. Damit die Anwendungen auch ihre volle Wirkung entfalten können, müssen die Apps aktiv wahrgenommen werden. Behandelnde Ärzte und Patienten sollen von dieser Entwicklung in vollem Umfang profitieren können“, erklärt Teleclinic-Geschäftsführerin Katharina Jünger.

Die Verordnung der DiGA über Teleclinic soll für den Patienten kostenfrei sein. In der Teleclinic-App auf dem Smartphone kann er auf Basis der Beschreibung die für seine Symptome passende DiGA auswählen und muss dann einen Anamnesebogen ausfüllen. Anschließend findet ein virtuelles Arztgespräch statt. Spricht sich der Arzt für die Anwendung einer therapieunterstützenden DiGA aus, vermerkt er dies im Arztbrief, den der Patient wiederum als PDF in der Teleclinic-App abruft und bei seiner Krankenkasse einreicht. Daraufhin sendet die Krankenkasse dem Patienten einen 16-stelligen Freischaltcode, um die Gesundheitsanwendung nach der Installation aktivieren zu können. Die digitale Verschreibung durch den Arzt über Teleclinic soll aber auch ohne Vorauswahl durch den Patienten möglich sein.

Die Verschreibung von DiGAs wird nicht auf das KV-Budget von Ärzten oder Psychotherapeuten angerechnet, sondern extrabudgetär getragen. Im DiGA-Portal ersichtlich sind für Ärzte und Technische Assistenten nicht nur der Name der App und eine Beschreibung zum Anwendungsfall, sondern auch die Ziffer für die Diagnose (ICD-10 Code) und der zur DiGA zugehörige Identifikationsschlüssel für Medizinprodukte (PZN). Dadurch sollen den behandelnden Ärzten administrative Hürden und Berührungsängste mit den neuen digitalen Medizinprodukten genommen werden.

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