Ambroxol gibt es unter anderem als Retardkapsel, Lutschpastille, Saft und Tropfen. Seit Juli steht der Hustenlöser auch als Spray zur Verfügung. Sprühen, schlucken und 240 ml Wasser trinken, lautet der Anwendungshinweis.
Silomat ist der Topseller unter den Hustenstillern. Vor knapp zwei Jahren hat Stada unter der Dachmarke einen Schleimlöser mit Ambroxol auf den Markt gebracht. Der Saft ist ab einem Alter von zwei Jahren geeignet und erleichtert tagsüber das Abhusten. Der Saft mit Erdbeer-Vanille-Geschmack ist zuckerfrei und zu 100 ml und 250 ml erhältlich. Am Abend kann bei Bedarf der Silomat Hustenstiller kombiniert werden.
Zum 1. Juli gab es eine weitere Neueinführung – Silomat mit Ambroxol als Spray. Ein Sprühstoß von 0,2 ml enthält 10 mg Ambroxolhydrochlorid. Daraus ergeben sich 50 mg/ml. Das Arzneimittel kann bei Erwachsenen und Jugendlichen, die älter als zwölf Jahre sind, zur sekretolytischen Therapie bei akuten und chronischen bronchopulmonalen Erkrankungen, die mit einer Störung von Schleimbildung und -transport einhergehen, angewendet werden.
Die Standarddosis beträgt drei Sprühstöße dreimal täglich – entspricht 90 mg Ambroxolhydrochlorid pro Tag. Das Arzneimittel wird aus der Flasche, die mit einem Dosiersprühkopf versehen ist, direkt in den Mund gesprüht und geschluckt. Anschließend sollen 240 ml Wasser mit wenig Kohlensäure getrunken werden. Zudem sollte das Ambroxol-Spray nicht zu den Mahlzeiten eingenommen werden.
Ambroxol werden lokalanästhetische, schleimlösende, auswurffördernde und antientzündliche Eigenschaften zugesprochen. Ambroxol ist der Metabolit von Bromhexin und erhöht den Anteil des serösen Bronchialsekrets. Das Mukolytikum steigert außerdem durch einen direkten Angriff an die Pneumozyten Typ 2 der Alveolen und Clarazellen die Surfactant-Produktion und stimuliert das Flimmerepithel. Somit erhöht sich die mukoziliäre Clearance bei verminderter Viskosität des Schleims – das Abhusten ist erleichtert.
Die lokalanästhetische Wirkung kann wahrscheinlich auf eine Blockade der Natriumkanäle zurückgeführt werden. In-vitro wurde für Ambroxol eine reversible und konzentrationsabhängige Blockade der hyperpolarisierten Kanäle an geklonten spannungsabhängigen neuronalen Natriumkanälen belegt. In-vitro-Studien konnten ebenso einen antiinflammatorischen Effekt zeigen. Laut Studienergebnissen konnte Ambroxol die Zytokinfreisetzung reduzieren.
Stada hat außerdem das Lemocin-Portfolio erweitert. Seit Juli ist Lemocin mit Flurbiprofen als Lutschtablette mit Zitronengeschmack erhältlich. Ein Lemocin Flurbiprofen Spray bei akuten Halsschmerzen hat Stada bereits seit August 2024 im Sortiment. Das Spray ist frei von Parabenen und in der Geschmackssorte Kirsch-Minze verfügbar und kann ab einem Alter von 18 Jahren angewendet werden.
Flurbiprofen gehört zu den nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) und besitzt entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften. In der Folge kommt ein abschwellender Effekt zustande. Die Wirkung ist auf die Hemmung der Cyclooxygenasen 1 und 2 und somit auf die Unterbrechung der Prostaglandin-Synthese zurückzuführen. Eine Besserung der Beschwerden tritt nach etwa einer halben Stunde ein. Die Wirkdauer liegt bei etwa vier Stunden.
Das Propionsäurederivat kann zur kurzzeitigen symptomatischen Behandlung von akuten Halsschmerzen bei Erwachsenen (als Halsspray) sowie bei schmerzhaften Entzündungen der Rachenschleimhaut bei Erwachsenen und Kindern ab zwölf Jahren (Lutschtablette) eingesetzt werden. Betroffene können bis zu maximal fünf Lutschtabletten zu 8,75 mg im Abstand von drei bis vier Stunden täglich im Mund zergehen lassen. Die Anwendung sollte drei Tage nicht überschreiten. Beim Lutschen kann ein Wärmegefühl oder leichtes Kribbeln zu spüren sein. Einen lokal betäubenden Effekt besitzt der Arzneistoff nicht.
APOTHEKE ADHOC Debatte