Nachdem Jens Spahn (CDU) zu Beginn der parlamentarischen Sommerpause wegen seiner Inanspruchnahme einer Leihmutter im Ausland sein Amt als Fraktionsvorsitzender räumen musste, ist jetzt wohl auch im Haushaltsausschuss Schluss: In einer internen Nachricht, die APOTHEKE ADHOC vorliegt, hat Spahn nun auch hier hingeworfen. Zuerst hatte der „Spiegel“ berichtet.
In der vergangenen Woche fehlte Spahn bei den Sitzungen des Ausschusses – krankheitsbedingt, wie die Grünen-Politikerin Paula Piechotta auf X teilte. Doch dann tauchte auf Bild.de ein Foto des Abgeordneten auf, das ihn mit Baby auf dem Arm im Urlaub auf Sardinien zeigte.
Auch wenn die „Bild“ das Foto kurze Zeit später zurückzog, weil die Aufnahme „in einem privaten Rahmen entstanden“ sei, geriet Spahn nun erneut in die Kritik: Hatte der Abgeordnete die wichtigen Sitzungen zum Bundeshaushalt wegen seines Urlaubs geschwänzt?
Ein Sprecher Spahns dementierte das Gerücht zwar: Spahn sei „aus familiären Gründen“ ordnungsgemäß entschuldigt gewesen und eine Vertretung sei organisiert worden. Keineswegs habe es sich um eine Urlaubsreise gehandelt. Doch laut „Spiegel“ wurde es Spahn nun doch zu heiß: In einer internen Nachricht habe Spahn demnach seinen Sitz abgegeben. „Nach reiflicher Überlegung über das Wochenende werde ich auf meinen Sitz im Haushaltsausschuss verzichten. Alles rund um meine Person ist aktuell so politisiert, dass ein normales Arbeiten kaum möglich sein wird“, heißt es in der Nachricht.
Vorerst werde Spahn sich in Absprache mit dem Fraktionsvorsitzenden Thorsten Frei nun auf seine Arbeit für den Wahlkreis, den er im Bundestag vertritt, und seine Familie konzentrieren, heißt es weiter. „Mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten es für mich weitergeht, entscheiden wir mit etwas zeitlichem Abstand.“
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