BMG: Vorräte in Praxen und Apotheken

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Bestmöglicher Schutz: Das BMG bleibt bei seiner Haltung, dass es genügend Grippeimpfstoff gibt.

Berlin - Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) bleibt dabei, dass es keinen Engpass bei Grippeimpfstoffen gibt. Nach wie vor gebe es Vorräte in Apotheken und bei Arztpraxen, ab November würden Millionen weitere Dosen ausgeliefert. Während das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) Informationen über Engpässe analysiert, wirbt das BMG an zahlreichen Bushaltestellen mit Plakate für die Grippeimpfung.

„Wir rechnen damit, dass weitere Impfstoffdosen im Großhandel, in den Apotheken und in Arztpraxen lagern. Das sollte reichen, um die große Nachfrage nach Grippeimpfungen zu befriedigen“, erklärte ein BMG-Sprecher gegenüber der Schweriner Volkszeitung. Auf Nachfrage rechnet das BMG vor, dass in dieser Saison insgesamt 26,675 Millionen Dosen zur Verfügung stehen, inklusive der vom Bund beschafften Dosen. Bis KW 50 sollen demnach noch 7,4 Millionen Dosen ausgeliefert werden.

Tatsächlich hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zuletzt noch einmal 1,9 Millionen Dosen freigegeben, sodass insgesamt 22,3 Millionen Dosen zur Verfügung stehen. Wie viel davon auf die Reserve des Bundes entfällt, ist nicht bekannt. Während Seqirus nach eigenen Angaben bereits Ende September einen kleinen Teil des Sonderkontingents ausgeliefert hat, warten Firmen wie Sanofi noch auf Freigabe des BMG. Fakt ist aber, dass nur noch knapp 4,4 Millionen Dosen freigegeben werden können.

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) war geregelt worden, dass die Ärzte ihren Bedarf bis zum 15. Januar eines Jahres an die Kassenärztliche Vereinigung (KV) melden, die diese Informationen an die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) weitergibt. Auf diese Menge wurden in diesem Jahr 30 Prozent aufgeschlagen, zusätzlich wurden sechs Millionen Dosen vom BMG bestellt. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Rechnung am Ende aufgehen wird.

Allerdings ist das Problem nicht neu, dass es auch bei genügend hoher Gesamtzahl mancherorts zu Engpässen kommen kann. Bereits 2018 musste Spahn einen Versorgungsmangel ausrufen, um nicht nur den Import weiterer Dosen zu ermöglichen, sondern auch den Austausch zwischen Praxen und Apotheken untereinander zu ermöglichen. Offenbar hat sich in diesem Jahr trotz aller Erfahrungen und Planungen zur Anschaffung Reserve niemand Gedanken darüber gedacht, wie Verteilungsprobleme vorgebeugt werden kann. Im schlimmsten Fall muss Spahn in den kommenden Wochen einräumen, dass es einen Mangel gibt, auf den reagiert werden muss. Auch 2018 hatte er lange geleugnet, dass es Probleme bei der Auslieferung gibt.

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