Grippeimpfstoffe ausverkauft – Wo bleibt Spahns Reserve?

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Berlin - Bei den Grippeimpfstoffen haben die Hersteller die vorbestellte Ware zum größten Teil ausgeliefert. Wer jetzt noch Dosen braucht, muss auf die Freigabe der nationalen Reserve warten. Bereits Ende September hatte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) darüber informiert, dass die zusätzlichen Impfstoffe ab sofort bestellt werden können. Diese sind aber noch gar nicht freigegeben – dem Vernehmen nach ist nicht vor November mit einer Auslieferung zu rechnen. Bis dahin droht eine Lücke.

Von den Grippeimpfstoffen, die in diesem Jahr angeboten werden, sind die meisten bereits ausverkauft. Seqirus hat sowohl für Afluria Tetra als auch Flucelvax Tetra (N1) beim PEI gemeldet, dass die kompletten Vorbestellungen ausgeliefert wurden und keine Bestände mehr vorhanden sind.

Auch Mylan war bei Influvac Tetra und Xanaflu Tetra aufgrund der Vorbestellungen schon vor Monaten ausverkauft. Da mehr Ware nach Deutschland geliefert wurde, konnten sich Apotheken für Nachbestellungen registrieren lassen. Die Warteliste wurde dann der Reihe nach abgearbeitet – in der Regel konnten die Anfragen bedient werden – die letzten Auslieferungen gehen gerade raus. Zuletzt hat die Nachfrage laut Konzern allerdings noch einmal stark zugenommen, der Hersteller nimmt daher seit heute vorerst keine neuen Vorbestellungen an. Zunächst sollen die bisherigen Bestellungen abgearbeitet werden, dann will man sehen, ob weitere Auslieferungen noch möglich sind.

Ähnlich sieht es bei Sanofi aus: Alle Vorbestellungen wurden komplett ausgeliefert, in dieser Woche wurde noch einmal Lagerware an den Großhandel ausgeliefert. Eine kleine Restlieferung wird noch erwartet, die spätestens in der kommenden Woche ebenfalls ausgeliefert werden soll. Dann ist das Thema durch.

Tatsächlich zeigen die offiziellen Zahlen, dass kaum noch mit Nachschub zu rechnen ist. Das PEI hat bislang 19,1 Millionen Dosen freigegeben – 20 Millionen sind es insgesamt. Der reguläre Impfstoff ist damit so gut wie durch.

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