1,1 Prozent weniger Rezepte

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Berlin - Im ersten Halbjahr 2017 sind die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen mit einem Anstieg von 2,8 Prozent deutlich unter den zwischen Kassenärzten und Krankenkassen vereinbarten Vorgaben von 3,3 Prozent geblieben. Insgesamt gaben die Kassen für Arzneimittel (ohne Impfstoffe) 17,3 Milliarden Euro aus. Die Zahl der eingelösten Rezepte verringerte sich in den ersten sechs Monaten um 1,1 Prozent.

Nach einem kräftigen Ausgabenanstieg im Mai entwickelten sich die Arzneimittelausgaben auch im Juni mit einem Plus von 1,5 Prozent wieder moderat. Weil der Juni zwei Arbeitstage weniger als der Vorjahresmonat hatte, sank nach den Frühinformationen des DAV zugleich die Zahl der Rezepte um 4,4 Prozent. Die am 13. Mai 2017 in Kraft getretenen Honoraranpassungen bei dokumentationspflichtigen Arzneimitteln, insbesondere Betäubungsmitteln und Rezepturen, hatten danach einen Anteil am Ausgabenanstieg von lediglich 0,3 Prozentpunkten.

Die GKV-Ausgaben für Impfstoffe erhöhten sich im Juni 2017 um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Von Januar bis Juni 2017 beläuft sich der durchschnittliche Zuwachs der Impfstoffausgaben auf 3,7 Prozent.

In den Zahlen sind die Einsparungen der GKV durch Rabattverträge nach § 130a Abs. 8 SGB V nicht enthalten. Für das erste Quartal 2017 beliefen sich die Einsparungen aus Rabattverträgen gemäß den vorläufigen Rechnungsergebnissen auf 950 Millionen Euro. Das sind rund 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das Jahr 2016 summierten sich die Einsparungen aus Rabattverträgen auf 3,9 Milliarden Euro. Das waren rund 8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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