GKV-Finanzen

Arzneimittelausgaben steigen wieder schneller APOTHEKE ADHOC, 06.12.2017 14:58 Uhr

Berlin - Die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen sind in den ersten neun Monaten dieses Jahres schneller gestiegen als bislang bekannt – nämlich um 3,7 Prozent. Die Zuwächse lagen damit im zwar Rahmen der durchschnittlichen Steigerungsrate der gesamten Leistungsausgaben, allerdings über dem zwischen Ärzten und Kassen vereinbarten Maximum von 3,3 Prozent. Wie das Bundesgesundheitsministerium (BMG) außerdem in seiner Statistik mitteilte, ist das Geldpolster der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im laufen Jahr auf 24 Milliarden Euro gestiegen. Das sind knapp zwei Milliarden mehr als nach den ersten drei Quartalen des Vorjahres.

Die einzelnen Kassen verzeichneten laut BMG rund 2,52 Milliarden Euro Überschüsse. Damit stiegen die Reserven der Kassen bis Ende September auf 18,6 Milliarden Euro. Den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz hatte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) um 0,1 Punkte auf 1 Prozent abgesenkt. Die einzelnen Kassen legen aber selbst fest, in welcher Höhe sie den Aufschlag allein auf Kosten der Kassenmitglieder nehmen.

Beim Gesundheitsfonds, der Geldsammel- und -verteilstelle der GKV, überstiegen die Ausgaben die Einnahmen um 3,7 Milliarden Euro. Zum Jahresende hatte die Fondsreserve noch 9,1 Milliarden Euro betragen. Da erst im vierten Quartal Einnahmen aus Weihnachts- und Urlaubsgeld in den Fonds fließen, dürften die Ausgaben die Einnahmen im Gesamtjahr nur noch um rund 600 Millionen Euro übersteigen. Nach den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres hatten Kassen und Fonds ein Geldpolster von 22,25 Milliarden Euro. Bis zum Jahresende war die Reserve auf 24,5 Milliarden Euro gewachsen.

Insgesamt stiegen die Kassenausgaben für Arzneimittel bis Ende September um gut eine Milliarde Euro auf 29,6 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr gaben die Kassen noch 28,6 Milliarden Euro für Arznemittel aus. An den Gesamtausgaben haben Arzneimittel einen Anteil von 17 Prozent. Aktuell liegt der Zuwachs von 3,7 Prozent wieder über dem vereinbarten Ausgebenrahm

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