Kassen: 600 Millionen Euro mehr für Arzneimittel

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Berlin - Die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen sind im ersten Halbjahr um 3,2 Prozent gestiegen, je Versichertem lag das Plus bei 2 Prozent. Damit liegt der Zuwachs unter dem in der Rahmenvereinbarung zwischen Ärzten und Kassen gezogenen Korridor von 3,3 Prozent. Wie das Bundesgesundheitsministerium (BMG) in seiner Halbjahresbilanz mitteilte, wurden die Kassen durch die Rabattverträge deutlich entlastet. Die Einsparungen stiegen um rund 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 1,95 Milliarden Euro.

Zu der insgesamt moderaten Entwicklung im Arzneimittelsektor trug ein erheblicher Rückgang der Ausgaben für innovative Arzneimittel bei Hepatitis C gegenüber dem 1. Halbjahr 2016 bei. Überproportionale Zuwächse ergaben sich hingegen mit einem absoluten Zuwachs von 6,6 Prozent bei den Ausgaben für Heilmittel. Hier zeigen deutliche Honorarerhöhungen der Heilmittelerbringer nach Inkrafttreten des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes ab dem 2. Quartal 2017 Wirkung. Der Anstieg bei den Ausgaben für Hilfsmittel war mit 3 Prozent demgegenüber deutlich niedriger.

Für Arzneimittel gaben die Kassen 19,7 Milliarden Euro aus. Das sind 594 Millionen Euro mehr als vor einem Jahr. Laut Rahmenvereinbarung können auf das Gesamtjahr betrachtet die Arznemiuttelausgaben um gut eine Milliarde Euro steigen.

Die Krankenkassen haben einen Überschuss von rund 1,41 Milliarden Euro erzielt. Der Überschuss des 1. Quartals in Höhe von 612 Millionen Euro hat sich somit mehr als verdoppelt. Damit steigen die Finanzreserven der Krankenkassen – bei einem stabilen durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz von 1,1 Prozent – auf rund 17,5 Milliarden Euro.

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