Boom im Handel – Frust für Apotheken

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Berlin - Der Apotheken- und Drogeriemarkt kann mit dem Boom im deutschen Einzelhandel nicht Schritt halten. Entgegen dem postiven Gesamttrend mit Umsatzzuwächsen von bis zu knapp 5 Prozent konnten Apotheken und Drogerien ihre Umsätze nur gut behaupten. Besonders starkt legte der Online-Handel zu.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wuchs der Online-Handel in den ersten elf Monaten um 8,6 Prozent. Unterdurchschnittlich lief bei geringen Umsatzsteigerungen das Geschäft in Apotheken und Drogerien. Der Apothekensektor, zu dem Destatis auch die Drogerien und andere Einzelhändler im kosmetischen, pharmazeutischen oder medizinischen Bereich zusammenfasst, konnte seinen Umsatz mit entsprechenden Produkten real nur um 1,3 Prozent steigern. Nich so gut schnitten auch der Bücher- und Schmuckmarkt ab. Einen realen Umsatzrückgang um 0,2 Prozent erlebte der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln.

Dagegen fällte die Gesamtbilanz sehr positiv aus: Im deutschen Einzelhandel stiegen die Umsätze laut Destatis-Hochrechnung im Jahr 2017 auf ein Rekordniveau. Danach lagen die Erlöse der Händler zu aktuellen Preisen zwischen 4,5 und 4,9 Prozent über den Werten aus dem Jahr zuvor. Eine ähnlich starke Steigerung hat es in der seit 1994 vergleichbaren Statistik noch nie gegeben, wie ein Sprecher mitteilte.

Um die Preissteigerungen bereinigt stieg der Umsatz aber nur zwischen 2,7 und 3,1 Prozent. Hier hatte es 2015 mit einem Zuwachs von 3,8 Prozent ein stärkeres Wachstum gegeben. Die beiden genannten Spannen liegen deutlich über den Umsatzsteigerungen aus dem Jahr 2016, als ein reales Umsatzplus von 2,6 Prozent und ein nominales von 3,0 Prozent festgestellt worden war. Die Schätzung für das Gesamtjahr basiert auf den Statistiken bis einschließlich November 20

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