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Krankenversicherung: Deutschlands Sonderrolle dpa, 09.01.2018 12:35 Uhr

Berlin - Die SPD will durch eine Bürgerversicherung der Trennung in gesetzlicher und privater Krankenversicherung entgegenwirken. Privatversicherte sollen sich gesetzlich versichern lassen können, Neuversicherte sollen grundsätzlich in die Bürgerversicherung. Welche Stellung hat Deutschlands derzeitiges duales Krankenversicherungssystem im internationalen Vergleich?

Deutschland hat mit der Trennung von gesetzlich und privat europaweit eine Sonderstellung. Rund 11 Prozent der Bevölkerung sind privat versichert, mit rund 85 Prozent vor allem der Großteil der Beamten. Die Gesundheitssysteme der übrigen europäischen Länder sind nach einheitlichen Finanzierungsregeln organisiert. In Spanien bestehen für bestimmte Gruppen Selbstständiger Opt-Out-Möglichkeiten für den Ausstieg aus dem Einheitssystem sowie Sonderregeln für Beamte.

Prinzipiell gibt es in den anderen Ländern zwei unterschiedliche Ausrichtungen der Gesundheitsfinanzierung: eine steuerfinanzierte
Basisabsicherung und die beitragsfinanzierte Versicherung. In der Realität dominieren heute Mischformen. Hauptsächlich über Steuern ist das Gesundheitssystem in Großbritannien mit seinem Nationalen Gesundheitsdienst (NHS) organisiert, ferner gilt dies auch für die Systeme in Irland, Dänemark, Finnland, Island, Italien, Norwegen, Portugal, Schweden und Spanien. Eine zentrale staatliche Steuerung der Versorgung gibt es dabei in Großbritannien und Irland.

Bei den beitragsfinanzierten Systemen lassen sich Länder mit Einheitskasse, verschiedenen Krankenkassen ohne freie Kassenwahl

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